10.000 Besucher in sechs Jahren

Wissenschaft Haron Barashed war gestern der Jubiläumsgast im "Wunderland Physik"

Ein Physik-Studium? So weit geht die Liebe von Haron Barashed dann doch nicht. Aber der 14-Jährige Schüler des Goethe-Gymnasiums steht dem Fach ge trotzdem aufgeschlossen gegenüber, vor allem dem Fachbereich Mechanik. "Als großer Autofan interessiert mich besonders, wie Motoren funktionieren", erzählt der Neuntklässler, der gestern mit seinen Mitschülern im "Wunderland Physik" am TU-Institut für Physik experimentierte - auf dem Programm standen Messungen an Glühlampen.

Barashed war dabei der zehntausendste Schüler, der das Labor an der Fraunhoferstraße seit dessen Eröffnung vor sechs Jahren besucht hat. "Am Anfang waren wir noch im Weinhold-Bau. Der Gründung ging der Wille voraus, die Begeisterung für Naturwissenschaften zustärken, die an der TU gegenüber anderen Fächern, wie zum Beispiel Wirtschaftswissenschaften, ins Hintertreffen geraten sind", so Gunter Beddies. Der 61-Jährige, Mann der ersten Stunde im Labor, gab die Leitung in der vergangenen Woche an seinen Nachfolger Sascha Gruner ab. Und das nicht ohne Stolz. "Zu uns kommen inzwischen Schüler aus einem Umkreis von 50 Kilometern", sagt er. Von den Chemnitzer Schulen seien Goethe- und André-Gymnasium sowie das Gymnasium Einsiedel die häufigsten Gäste mit jeweils mehr als 50 gebuchten Kursen.

Haron Barashed, der Jubiläumsbesucher, erhielt als Präsent gestern übrigens einen Magnetwürfel sowie ein Buch des TV-Physikers Ranga Yogeshwar.