13,5 Millionen für barrierefreien Nahverkehr

Stadtrat Programm zum Umbau von Chemnitzer Bus- und Bahnhaltestellen

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Die Zentralhaltestelle in Chemnitz wird momentan schon umgebaut. Foto: bl

Die Stadt will in den kommenden Jahren den öffentlichen Personennahverkehr barrierefreier gestalten. Dies geht aus einer Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Stadtrates am Mittwoch hervor. "Wir wollen eine politische Zielvorgabe des Bundes schrittweise umsetzen", erklärt Dirk Bräuer vom städtischen Tiefbauamt.

2,7 Millionen Euro pro Jahr

Barrierefreie Niederflurstraßenbahnen beschafft der kommunale Verkehrsbetrieb CVAG fortlaufend, im nun zu beschließenden Programm geht es insbesondere um den Umbau von Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Allein für den Umbau von Bushaltestellen wären insgesamt 13,5 Millionen Euro nötig - bis zum Ende des Jahres 2021 etwa 2,7 Millionen Euro pro Jahr, ein Teil davon kann gefördert werden.

In den ersten Jahren soll zunächst vor allem Geld in den Bau neuer Haltestellen für die geplante Ringbuslinie fließen, ab 2019 dann bestehende Haltestellen nachgerüstet werden. Insgesamt sind momentan jedoch nur 3,75 Millionen Euro für den Ausbau von Bushaltestellen eingeplant - bis 2021 könne man so etwa 20 Prozent aller Bushaltestellen barrierefrei umrüsten.

Jetzt werden Prioritäten festgelegt

Bei den Straßenbahnhaltestellen sieht die Situation etwas besser aus: Hier würde der Umbau etwa 6,3 Millionen Euro kosten, die die CVAG tragen müsste. Die hat jährlich 500.000 Euro dafür im Budget - das würde für etwa 40 Prozent aller aktuellen Haltestellen bis zum Jahr 2021 reichen. Das Programm, das dem Stadtrat nun vorgelegt wird, bestimmt, welche Haltestellen in den nächsten fünf Jahren Priorität haben. Der Rest soll je nach Verfügbarkeit von Geld und Planungskapazitäten in den Jahren darauf folgen.