15 Millionen Euro für den Chemnitzer Süden

Investition Hochwasserschutz an der Würschnitz

Rund 26 Millionen Euro hat der Freistaat bisher in den Hochwasserschutz der Chemnitzer Ortsteile Klaffenbach und Harthau investiert, darunter 23 Millionen in den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Niederwürschnitz.

"Weitere Maßnahmen an der Würschnitz im Umfang von 15 Millionen Euro sind im Bau, werden derzeit geplant oder befinden sich in der Genehmigungsphase. Bis zum Jahr 2021 werden damit insgesamt 41 Millionen Euro in den öffentlichen Hochwasserschutz für diese Ortsteile investiert sein", informierte diese Woche Umweltminister Thomas Schmidt in Chemnitz. Dann werde an der Würschnitz das gleiche Schutzniveau wie an der Zwönitz erreicht sein.

"Der Freistaat lässt seine Bürger nicht im Stich"

Ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken am Standort Jahnsdorf sei jedoch nicht realisierbar, da es aufgrund der örtlichen Randbedingungen die erhoffte Schutzwirkung nicht entfalten würde. Im Extremfall könnte die Hochwassersituation im Unterlauf durch bestehende topografische Verhältnissen sogar noch verschärft werden.

"Der Freistaat Sachsen lässt seine Bürger aber auch an solchen Stellen nicht im Stich, an denen ein öffentlicher Hochwasserschutz nicht oder nur teilweise möglich ist", betonte der Minister. Auf Initiative und mit Fördermitteln des Umweltministeriums wurde im vergangenen Jahr das "Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge Sachsen" beim Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur e. V. (BDZ) gegründet. Gezeigt und demonstriert werden dort Möglichkeiten der baulichen Hochwassereigenvorsorge.