16 neue Stolpersteine in Chemnitz

Gedenken Erinnerungen an Opfer des Zweiten Weltkrieges in Boden eingelassen

Seit mehr als 27 Jahren erinnern Stolpersteine in ganz Europa an Menschen, die Gräueltaten von Nationalsozialisten ausgesetzt waren. In Chemnitz sind am Montag 16 neue dazugekommen, so dass im Stadtgebiet jetzt insgesamt 232 Steine an Frauen und Männer aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erinnern.

Das sind die Männer und Frauen:

Auf der Theaterstraße 40 sind zwei Stolpersteine für Heinrich Guttmann und Ilse Guttmann verlegt worden. Der Kaufmann Heinrich Guttmann wurde am 24. November 1892 geboren. Salo Guttmann, sein Vater, hatte sich in der Stadt als Inhaber eines Textilgeschäftes einen Namen gemacht. Auf der Reichsstraße 69 erinnert ab jetzt ein Stolperstein an den Eisendreher Fritz Matschke, der am 16. Dezember 1899 geboren wurde. Die Walter-Oertel-Straße 38 besitzt nun einen Stolperstein für die Lehrerin Magdalena Noll, die am 26. Juli 1903 in Reichenbach im Vogtland geboren wurde. Auf der Barbarossastraße 55 wurden gleich sechs Stolpersteine für Bernhard Kamnitzer, Rosalie Kamnitzer, Harry Kamnitzer, Johanna Kamnitzer, Egon Berger und Benno Berger in die Erde eingelassen. Die Familie Kamnitzer stammte aus Westpreußen. Die Ulmenstraße 44 besitzt jetzt zwei Stolpersteine für den Eiergroßhändler Hermann Brod und seine Frau Rosa Brod. Auf der Rudolf-Breitscheid-Straße 5 wurde ein Stolperstein für den Kaufmann Oscar Lichtenstein verlegt, der in Preußisch Eylau geboren wurde. Seit 1892 lebte er in Chemnitz. 1895 gründete er eine Stoffhandschuhgroßhandlung. Die Kopernikusstraße 16 besitzt jetzt zwei Stolpersteine für den Handelsvertreter Gustav Glaser und seine Frau Martha Paula Glaser. Schließlich wurde am Montag auch auf der Altchemnitzer Straße 4 ein neuer Stolperstein verlegt - für den Buchhalter Tobias Blaustein, der am 28. November 1896 in Skalat geboren wurde.