244 Millionen Euro für Sachsens Bauern

Landwirtschaft EU-Direktzahlungen

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Region. Insgesamt 244 Millionen Euro landwirtschaftliche Direktzahlungen erhielten die sächsischen Landwirte kurz vor Weihnachten. Eine Finanzspritze zur richtigen Zeit, denn 2018 war ein schwieriges Dürrejahr mit schmerzhaften Ertragsausfällen.

"Vor diesem Hintergrund wird umso deutlicher, wie wichtig die Direktzahlungen zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Unternehmen in einem wetterabhängigen und damit unsicheren Umfeld sind", sagt Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. "In solchen Ausnahmesituationen wie in diesem Jahr zeigt sich, dass Kürzungen der Direktzahlungen in Abhängigkeit der Betriebsgröße falsch wären, wie es die EU-Kommission derzeit für die nächste Förderperiode vorsieht. Ich hoffe weiter, dass hier noch ein Umdenken in Brüssel stattfindet." In einem solchen Jahr merke man auch, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, heimische Nahrungsmittel zu erschwinglichen Preisen auf dem Teller zu haben.

Witterungsextreme, wie die diesjährige Dürre, könnten die Betriebe schnell in wirtschaftliche Schieflage bringen. Dies hätte auch gravierende Folgen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln und den ländlichen Raum als Lebens- und Arbeitsort. Eine Besonderheit der Direktzahlungen sei die Junglandwirteprämie. Diesen befristeten Zuschlag können junge Leute erhalten, die einen Betrieb übernehmen oder neu gründen.

Betriebe müssen erhalten bleiben

"Die Gründung, aber auch Weiterführung landwirtschaftlicher Betriebe ist ein wichtiges Standbein für unseren ländlichen Raum - mit Hinblick auf Arbeitsplätze, Wertschöpfung und regionale Lebensmittel, aber auch mit Blick auf die Lebendigkeit, Attraktivität der ländlichen Regionen", so Schmidt.