3.800 Lehrer streiken im Chemnitzer Zentrum

Warnstreik GEW und ver.di rufen auf

Am Mittwochvormittag, 11 Uhr versammelten sich zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer auf dem Johannisplatz zu einem ganztägigen Warnstreik. Insgesamt kamen etwa 3.800 Beschäftigte in Chemnitz zusammen, die die Teilnehmerzahl des Vortages in Leipzig sogar übertreffen. Zu den Streiks riefen GEW und ver.di gemeinsam auf.

Die erste Verhandlungsrunde fand am 6. und 7. Februar in Potsdam statt, brachte jedoch noch keine Einigung. Die Lehrerinnen und Lehrer fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro. Die Landesvorsitzende der GEW Sachsen, Uschi Kruse, merkt an, dass diese Forderung schon lange auf dem Tisch liege. "Die Arbeitgeber der Länder haben jedoch auch in dieser Runde kein annehmbares Angebot vorgelegt", so Kruse.

Bisher ist keine Einsicht seitens der Arbeitgeber erkennbar

Oliver Greie, Landesbezirksleiter von ver.di Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, bestärkt die Forderungen der Landesbeschäftigten: "Unsere Forderungen sind angesichts der Konkurrenz zwischen Öffentlichem Dienst und der Wirtschaft durch den Fachkräftemangel mehr als berechtigt." Da die Arbeitgeber der Länder sich jedoch nicht einsichtig zeigten, bliebe keine andere Möglichkeit als die Arbeitsniederlegung, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, so Greie.

Die Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirgskreis, Zwickau und Vogtlandkreis sind am heutigen Mittwoch ebenfalls von den Warnstreiks betroffen und für Donnerstag sind Streiks in den Regionen Dresden und Bautzen angekündigt.