300.000 Euro für Dienstleister: Schneller in die Nebennetze

Stadtrat ASR soll mehr Geld für den Winterdienst erhalten

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Die Stadt will im kommenden Winter deutlich mehr Geld für den Winterdienst ausgeben. 300.000 Euro zusätzlich soll der Stadtrat dem Stadtreinigungsbetrieb ASR zur Verfügung stellen. "Wir wollen mit diesem Geld Aufträge an Dienstleister vergeben, die mit eigener Technik und eigenem Personal unterwegs sein werden", so Dirk Behrendt, Betriebsleiter des ASR.

Ziel sei es, die gesetzliche Pflicht zur Schneeberäumung im Hauptnetz zügiger durchführen zu können, um dann schneller in die Nebennetze einzurücken. Die Anschaffung eigener weiterer Schneeräumfahrzeuge ist hingegen nicht angedacht: "Das wäre die teuerste Lösung, weil wir für die im Sommer keine Einsatzmöglichkeiten mehr haben", so Behrendt.

Die Stadtreinigung, die auch auf umgerüstete Fahrzeuge des Winterdienstes zurückgreift, sei ausreichend ausgestattet. Insgesamt sollen für den Winterdienst etwa 3 Millionen Euro zur Verfügung stehen - ein Teil des Geldes, 400.000 Euro, ist aber bereits für die Wintermonate Anfang des Jahres ausgegeben. So stehen vorerst wohl 2,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei der Schneeberäumung soll sich bei der Prioritätensetzung nichts Gravierendes ändern

Am Streckennetz und der Prioritätensetzung für die Schneeberäumung hat sich laut Behrendt nichts Gravierendes geändert. Die Winterdienstsatzung soll in der nächsten Stadtratssitzung am 20. September beschlossen werden.

Sie enthält eine Klarstellung in puncto selbständiger Beräumung von Straßen beispielsweise durch Wohnungsgesellschaften: "Natürlich kann auf eigene Verantwortung und auf eigene Haftung selbst Schnee geräumt werden - diese Eigeninitiative können und wollen wir nicht unterbinden", so Behrendt.