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300 Menschen pro Monat

Asylpolitik Oberbürgermeisterin spricht über aktuelle Herausforderungen

Den aktuellen Zahlen zufolge, muss Sachsen bis Jahresende etwa 5.000 Asylbewerber auf die Landkreise und Kommunen verteilen. Davon muss Chemnitz monatlich 300 Menschen aufnehmen. Diese angemessen zu verteilen, stellt die Stadt vor eine Herausforderung. Bis jetzt wurden 800 Flüchtlinge in Chemnitz untergebracht. Dass im letzten Drittel des Jahres noch mal 1.200 dazukommen, ist für Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ein Indiz, dass die Verteilung aus den Erstaufnahmeeinrichtungen nicht richtig funktioniert. "Es gibt an den verschiedenen Standorten in Deutschland einen Rückstau. Viele Asylbewerber sind schon da, aber noch nicht registriert", sagt sie. Und weiter: "Wir sprechen jetzt verstärkt private Wohnungsanbieter an, ob sie passenden Wohnraum zur Verfügung stellen können. Es soll demnächst ein Merkblatt mit entsprechenden Kriterien zum Abhaken für den Vermieter geben." Ludwig sieht die Stadt gut gerüstet für die Aufnahme der erwarteten Asylsuchenden. Auch für Notfallsituationen, in denen in kurzer Zeit unerwartet viele Menschen versorgt und untergebracht werden müssen, ist die Stadt gewappnet, sagt sie. Man könne auch für begrenzte Zeit, mehrere Familien in einer Unterkunft wohnen lassen. Für die Vermieter wäre die Aufnahme von Flüchtlingen eine Win-win-Situation und ein gutes Mittel gegen den Leerstand. Dieser ist auch, so Ludwig, ein Grund dafür, dass die Unterbringung zusätzlicher Menschen eine Aufgabe ist, die Chemnitz meistern kann. Die vom Freistaat Sachsen gezahlte Pauschale pro aufgenommenem Asylbewerber reicht nicht aus, so Ludwig. Deshalb kann mit einem Haushaltsdefizit wegen der Mehrausgaben dieses Jahr gerechnet werden.



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