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37 Strafanzeigen und 18 Verletzte nach Demosamstag

Demonstrationen Bilanz vom 1.9 in Chemnitz

Der gestrige Großeinsatz zur Absicherung von mehr als 11.000 Teilnehmern der Polizei dauerte bis spät in die Nacht. Zu den bereits anwesenden 1.800 Einsatzkräften wurden im Anschluss zwei weitere Hundertschaften aus Plauen angefordert, somit waren mehr als 2.000 Einsatzkräfte zur Absicherung von Demonstrationen am 1.9 involviert. Auch Reiterstaffeln, Diensthunde, Wasserwerfer und Sonderfahrzeuge waren im Einsatz.

Der Verlauf des Tages

Von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr fand die Kundgebung Der Linke und Bündnis 90/ Grüne störungsfrei auf dem Johannisplatz statt.

Der Aufzug "PRO Chemnitz" wurde 16.40 Uhr durch den Versammlungsleiter selbst beendet. Anschließend schlossen sich der Großteil der Teilnehmer der Versammlung des AfD-Landesverbandes an. Die geforderte Zahl der Ordner musste deswegen erhöht werden, sodass sich der Aufzug verspätet 18.15 Uhr in Gang setzte. Gegen 19.15 Uhr wurde die Versammlung durch die Versammlungsleitung beendet, wodurch es zu Übergriffen der Anhänger kam.

Im Bereich des Roten Turm wurden rund 300 Personen festgehalten, die versuchten in Grupper zur AfD-Veranstaltung vorzudringen. Die Polizei verhinderte aber das Zusammentreffen der verschiedenen Gruppen.

Bilanz

Derzeit liegen insgesamt 37 Strafanzeigen vor, wobei es sich in den meisten Fällen um Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Straftaten nach dem Versammlungsgesetz handelt. Schätzungsgemäß wird die Zahl der Anzeigen noch steigen.

Die Polizei ermittelt seither tatkräftig, um die einzelnen Geschehen des gestrigen Tages aufzuklären, insbesondere den gemeldeten Angriff auf die Gruppe des SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol. Der Abgeordnete war jedoch nicht unter den Angegriffenen.

Insgesamt 18 Verletzte wurden während des Einsatzgeschehens gemeldet, darunter traf es zwei Polizeibeamte, die Blessuren durch Versammlungsteilnehmer erlitten.

Die Polizei hat gestern, sowohl vor als auch nach der Versammlung Situationen entschärft, um Eskalationen zu vermeiden. Dabei kam es erneut während der Abreisephase der Versammlungsteilnehmer, vermehrt zu Auseinandersetzungen verschiedenester Gruppen, die dank der Einsatzkräfte gelegt werden konnten. Die Anreisephase der verschiedenen Gruppen verlief hingegen störungsfrei.



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