99 Sattelschlepper Schokolade für Chemnitz

Handel Chemnitzer aßen vergangenes Jahr rund 2.370 Tonnen

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Foto: Julia Ernesti / NGG

2370 Tonnen Schokolade - 99 Sattelschlepper voll: So viel aßen die Chemnitzer im letzten Jahr rein statistisch. Das sind rund 9,5 Kilo pro Kopf. Es gibt also richtig viele Leckermäuler hier in der Region. Generell haben die Lebensmittelindustrie und das -handwerk eine große Bedeutung in Sachsen, so die Aussage von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Lebensmittelindustrie schafft Arbeitsplätze

Rund 1.200 Arbeitsplätze gibt es in Chemnitz allein im Bereich der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln. "Die Branche ist aber nicht nur regional ein Schwergewicht. Nimmt man den Umsatz, ist sie der drittgrößte Industriezweig in Deutschland - ein Großteil der Produktion geht in den Export - und schafft es damit auf die internationalen Teller", sagt Volkmar Heinrich von der NGG Dresden-Chemnitz.

Voraussetzung für so gutes Essen und Trinken sind eine faire Produktion - vom Anbau bis zur Verarbeitung. Volkmar Heinrich meint hierzu: "Gute Ernährung und gute Arbeit gehören zusammen. Hygiene unter Zeitdruck - das kann zum Beispiel nicht gut gehen."

Negativ-Trend sorgt für Probleme

Ihm ist deshalb auch ein ganz bestimmter "Trend" ein Dorn im Auge: die Verramschung der Lebensmittel. "Gerade bei Getränken, Fleisch und Süßwaren erleben wir regelrechte Rabatt-Schlachten in den Supermärkten. Damit werden Lebensmittel oft weit unter Wert verkauft", kritisiert Heinrich.

Sein Appell an alle Konsumenten ist deshalb, nicht immer sofort auf die allergünstigsten Produkte zurückzugreifen. "Gute Lebensmittel sollten den Menschen beim Einkauf etwas wert sein. Gleichzeitig können sie damit die heimische Wirtschaft stärken - und beim Essen neben dem Genuss auch noch ein gutes Gewissen haben."