Ab Januar wird Regen teurer

Stadtrat Heute Beschluss über künftige Abwasserentgelte

Der Chemnitzer Entsorgungsbetrieb ESC will in den kommenden Jahren kräftig investieren - die Chemnitzer Verbraucher werden dafür über ihre Rechnungen bei der eins energie bezahlen müssen. Das geht aus einer Änderungsvorlage für die "Allgemeinen Bedingungen für die Nutzung der öffentlichen Einrichtung Abwasserbeseitigung der Stadt Chemnitz" hervor, die dem Stadtrat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch zur Abstimmung vorliegt. Pro Kubikmeter Schmutzwasser sollen dann statt bisher 2,66 Euro auf 2,94 Euro steigen, das Niederschlagswasserentgelt soll statt 87 Cent künftig 1,06 Euro je Kubikmeter betragen. So wachsen beispielsweise die Abwasserentgelte für ein Einfamilienwohnhaus mit 125 Quadratmetern versiegelter Fläche von kalkulierten 374,75 Euro auf 426,50 Euro im Jahr, bei einem Wohnblock mit sechs Geschossen und 120 Wohneinheiten von 10.837,06 auf 12.217,36 Euro im Jahr, also um etwa elf Euro je Wohneinheit. Die Kalkulation der Abwasserentgelte, die von Januar 2016 bis Dezember 2018 gelten sollen, folge dem vom Stadtrat Anfang des Jahres angenommenen Investitionsplan für das Chemnitzer Abwassernetz, begründete ESC-Chef Manfred Wüpper gegenüber Journalisten. So will der ESC unter anderem das bestehende Kanalnetz renovieren, aber auch Rückhalteeinrichtungen bauen und die Zentralkläranlage in Chemnitz-Heinersdorf auf den neuesten Stand der Technik bringen. Wie die Begründung der Kalkulation durch den ESC nahelegt, betrachtet der Betrieb die Erhöhungen als "moderat": Die Prognosen aus dem Frühjahr seien in der jetzigen Vorlage der Entgeltordnungen unterschritten worden.