Absage: Chemnitzer Stadtfest findet nicht statt

News Grund: Die Messerattacke im Rahmen des Stadtfests 2018

In diesem Jahr wird es in Chemnitz kein Stadtfest geben. Das gab Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE), am heutigen Mittwoch bei einem Pressegespräch bekannt.

Grund für die Absage ist das negative Image, das dem Stadtfest seit vorigem Jahr anhaftet, als der Chemnitzer Daniel H. nach einer Messerattacke gestorben war sowie durch die nachfolgenden Ereignisse. Obwohl sich die Tat außerhalb der Stadtfestzeiten und auch außerhalb des eigentlichen Stadtfestgeländes erfolgte, wird die Tat von den meisten Medien ursächlich mit dem Stadtfest in Verbindung gebracht. Bestätigt sieht sich Uhle durch die Berichterstattung über den Prozess gegen den mutmaßlichen Täter, der am Montag in Dresden begann. Die Berichterstattung darüber in Bezug auf das Stadtfest erlebe er wie ein Déjà-vu-Erlebnis.

Aufgrund der Ereignisse im vorigen August stehe man derzeit auch bei Null, zusätzliche Sponsoren, die für die Ausrichtung des Stadtfestes wichtig sind, zu gewinnen.

Unter solchen Voraussetzungen mache es keinen Sinn, ein Fest, das für Familien gedacht ist, auf Biegen und Brechen unter zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen durchzuführen. In dieser Hinsicht sei man sich mit den meisten Akteuren einig. Lediglich der Schaustellerverband habe sich für die Ausrichtung des Festes ausgesprochen.

Die Absage des diesjährigen Stadtfestes sieht Uhle als einen Break: "Wir brauchen Zeit, um über ein neues Image und einen neuen Ansatz für das Fest nachzudenken." Dazu sei die CWE in Gesprächen mit allen Beteiligten wie zum Beispiel den Innenstadtakteuren. "Die Absage betrifft nur das Stadtfest. Alle anderen Veranstaltungen in der Stadt sind nicht betroffen und werden weiterhin dazu beitragen, dass die Stadt bunt bleibt", betont Uhle.

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