Abschied nach drei Jahrzehnten: Kretschmann verlässt den CFC

Fussball 76-jähriger Fitness-Trainer geht in den Ruhestand

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Hermann Kretschmann Foto: Peggy Schellenberger

Nach knapp drei Jahrzehnten treuen Dienst für den Club ist CFC-Fitnesstrainer Hermann Kretschmann zum Saisonende in den Ruhestand gegangen. Nach den Gründen für seinen Rückzug gefragt, muss er nicht lange überlegen. "Ich bin jetzt 76 Jahre alt. Da hat man es sich sicherlich verdient, etwas kürzer zu treten", erklärt Kretschmann.

Im Laufe seiner Tätigkeit erlebte er Höhen und Tiefen. "Was war das für eine Sache, als wir durch einen 2:0-Sieg gegen Osnabrück in die 2. Bundesliga aufstiegen oder in der ersten Runde im DFB-Pokal gegen Mainz nach einem dramatischen Spiel im Elfmeterschießen weiterkamen", erinnert er sich.

Von der Leichtathletik zum Fußball

Dass Kretschmann im Kicker-Lager landete, war alles andere als zwangsläufig. "Ich habe zwar Fußball gespielt, hatte aber meine Stärken in der Leichtathletik", sagt Kretschmann und verrät, dass er mit einer Weite von 80 Metern einmal DDR-Meister im Schlagballwurf wurde.

"Athletisch und konditionell war ich zwar absolut fit, meine fußballerischen Fähigkeiten waren dagegen streng limitiert", lacht der Sportexperte, der in Leipzig sein Studium als Diplom-Sportlehrer abschloss.

Ein Generationen-Zeuge

Ab 1970 war der gebürtige Oberfrohnaer als Leichtathletik-Trainer beim SC Karl-Marx-Stadt tätig. 1988 wechselte Kretschmann zu den Fußballern, arbeitete mit Trainern wie Heinz Werner, Hans Meyer, Gerd Schädlich, Karsten Heine und Sven Köhler zusammen.

"Ein besonders herzliches Verhältnis pflege ich noch bis heute mit Christoph Franke, der jahrelang erfolgreich als Trainer in Chemnitz arbeitete", betont Kretschmann.