Absolventen des Lehramts-Studiums erhielten Examen

Studium "Lehrerausbildung ist unverzichtbar"

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Foto: Thomas Schmotz

Vier Jahre nach der Wiedereinführung des Studiums "Lehramt an Grundschulen" an der TU Chemnitz konnten am Freitag die ersten 75 Absolventen ihr Staatsexamen entgegen nehmen. Zu den Gratulanten zählte neben Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig sowie Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst auch Bernhard Koring, Direktor des Zentrums für Lehrerbildung. Er freute sich, die Absolventen in die zweite Phase der Lehramtsausbildung entlassen zu dürfen: "Wir beglückwünschen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen auch weiterhin viel Erfolg im nun kommenden Vorbereitungsdienst. Mit ihrem Studium haben Sie bereits den Grundstein dafür gelegt."

Hervorragende Einstellungschancen

Als "unverzichtbar für die Region" hat Kultusstaatssekretär Frank Pfeil die Grundschullehrerausbildung an der Chemnitzer Uni bezeichnet. Er bescheinigte den Absolventen anlässlich der feierlichen Zeugnisübergabe hervorragende Einstellungschancen. "Gerade in Südwestsachsen werden gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer für Grundschulen dringend gebraucht."

Bis in die 90er Jahre hinein wurden an der TU Chemnitz junge Lehrkräfte für den Schuldienst ausgebildet. Aufgrund der damals rückläufigen Einstellungsbedarfe wurde die Lehrerausbildung in Chemnitz schrittweise abgebaut und 1999 ganz eingestellt. "Aus heutiger Sicht betrachte ich das sehr kritisch. Die Studienanfängerzahlen und Lehrerbedarfe zeigen, dass es sehr wohl notwendig ist, die Lehrerausbildung im Freistaat Sachsen an allen drei Universitätsstandorten vorzuhalten", so Pfeil. Bildungsstudien würden zudem belegen, wie wichtig die Lehrerausbildung für die Leistungsfähigkeit eines Schulsystems sei.