Ärger auf dem Kaßberg: Anwohner von Straßendreck genervt

Problem Laub und Schmutz liegen zum Teil seit mehreren Jahren herum

Wer auf dem Kaßberg wohnt, kennt das Problem: Durch parkende Autos am Straßenrand sammelt sich dort Dreck, der von Kehrmaschinen nicht entfernt werden kann. Dreck aus mittlerweile drei Jahren - Schmutz und altes Laub - stört beispielsweise Familien auf der Andréstraße seit geraumer Zeit. Bereits seit 2017 versucht Anwohner Rainer Hoyer durch unzählige Schreiben an die Stadt und den Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb ASR eine Lösung für das Problem herbeizuführen. "Der Mittelteil der Straße ist sauber. Aber am Straßenrand versinkt man, gerade bei Regen, im Sumpf", schildert Hoyer das Problem. Einige Anlieger hatten davon jetzt die Nase voll und schritten selbst zur Tat: Sie haben den Dreck am Straßenrand kürzlich eigenhändig zusammengekratzt und entfernt. "Das ist einfach kein Zustand", fasst Rainer Hoyer das Ganze zusammen.

Mit seinem Ärger wandte er sich unter anderem an SPD-Stadtrat Detlef Müller. Der bestätigt die Problematik. "Wir müssen hier eine Lösung hinbekommen, so etwas sollte in einer Stadt wie Chemnitz machbar sein", so Müller. Seiner Ansicht nach müsste wenigstens eine Reinigung pro Jahr auch auf dem Kaßberg und der dort angespannten Parkplatzsituation möglich sein.

Hoffnung keimte durch Pilotprojekt auf

Hoffnung hatten die Anwohner der Andréstraße, als der ASR im Herbst 2018 mit dem Pilotprojekt in der Stadtreinigung startete. Für das Projekt wurden einzelne Straßenabschnitte mit hohem Parkaufkommen in verschiedenen Stadtgebieten ausgewählt. Auf der Andréstraße wollte der ASR durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die Anlieger für die Straßenreinigung ohne behördliches Handeln sensibilisieren. "Das bringt aber leider gar nichts", hat Rainer Hoyer festgestellt. Eine Anfrage an den ASR zum aktuellen Stand des Pilotprojektes blieb bis gestern unbeantwortet.