Alina Art Galerie zeigt letzte Ausstellung

Kultur Kunsthaus in Chemnitz zeigt letzte Vernissage

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Zum letzten Mal öffnet Dirk Irmscher am kommenden Samstag die Türen der Fabrikgalerie. Foto: S. Hofmann

Chemnitz. In einer Woche wird die nächste und gleichzeitig letzte Vernissage in der Alina Art Galerie der Schönherrfabrik eröffnet. Es ist die letzte Veranstaltung in einer ganz besonderen Galerie - eine 500 Quadratmeter große, puristische Industriefläche, umrandet von bröckelnden Wänden und alten Fenstern, ohne Heizung, sanitäre Anlagen und fließendes Wasser.

Galerie mit besonderem Flair

"Das Industriedenkmal hat mit seinen historischen Mauern ein ganz besonderes Flair. Darin Kunst zu präsentieren, das machte für mich den Reiz aus", sagt Galerist Dirk Irmscher. Der Claußnitzer hat das Areal seit 2013 gepachtet, veranstaltete durchschnittlich vier Ausstellungen im Jahr und wollte vor allem jungen Künstlern eine Plattform bieten.

"Für ältere oder alte Kunst ist in Chemnitz schon ein Markt da. Ich möchte zeitgenössische, bildende und gern auch internationale Kunst in meinen Räumen", sagte er vor der ersten Vernissage voller Tatandrang.

Grund für Schließung ist fehlende Kaufkraft

Doch das Konzept ging nicht auf. In erster Linie fehlte es an Kaufkraft für die Bilder und Skulpturen, die ausgestellt wurden, so Irmscher. Besucher seien zwar stets ausreichend gekommen, doch vom Besuch allein könne man eine Galerie auf Dauer nicht halten. "Es war eine schöne Zeit in der Fabrikgalerie und es tut mir auch weh, das aufgeben zu müssen", sagt er.

Für den letzten Akt im Künstlerhaus hat er sich etwas Besonderes ausgedacht: Künstler aus der Region, wie Jean Schmiedel aus Chemnitz, Tasso aus Meerane oder die Gebrueder Onkel aus Kuhschnappel, werden gemeinsam mit internationalen Kreativen in einem freien Symposium mehrere Tage vor der Vernissage freie Arbeiten und Werke schaffen.

Letzte Ausstellung noch bis Dezember zu sehen

Durch das Prinzip des freien Symposiums haben die Künstler so die Möglichkeit, abseits vom eigenen Atelier Dinge neu zu sehen. Auch einer Gemeinschaftsarbeit stehe nichts entgegen, so Irmscher.

Am Abend der Vernissage, die um 19 Uhr beginnt, werden dann alle entstandenen Arbeiten über eine Auktion versteigert. Mit einem anteiligen Auktionserlös will der Galerist den Kindergarten Claußnitz unterstützen. Zu sehen ist die Ausstellung dann noch bis zum 10. Dezember.