Alkoholismus bleibt häufigste Sucht in Chemnitz

Beratung Katrin Ehnert ist neue Suchtkoordinatorin der Stadt

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Foto: Marjan Laznik/istockphoto

Alkohol, Medikamente, Drogen oder aber Kauf- und Spielabhängigkeiten sowie Essstörungen - es gibt eine Vielzahl an Suchterkrankungen, unter denen Menschen leiden können. Seit diesem Monat ist Katrin Ehnert die neue Suchtkoordinatorin im Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz. "Ziel ist es, eine Querschnittsfunktion zu schaffen die Netzwerke aufbaut, erweitert und pflegt und neue Entwicklungspotenziale für die Arbeit der Suchtberatung und -prävention in Chemnitz erschließt", heißt es aus der Stadtverwaltung auf die Frage, welche Aufgaben in Zukunft von Katrin Ehnert erfüllt werden sollen.

59% der Suchtkranken leiden an Alkoholismus

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung sucht- und drogenpolitischer Leitlinien zur Gestaltung der kommunalen Drogen- und Suchtpolitik. Die häufigste Suchterkrankung im Stadtgebiet von Chemnitz ist, wie bereits in den vergangenen Jahren, der Alkoholismus. In den drei Suchtberatungsstellen wurden im Jahr 2016 etwa 59 Prozent aller Suchtkranken mit dem Indikator Alkohol behandelt. Danach folgt der Bereich der illegalen Drogen mit 32 Prozent. Suchterkrankungen selbst seien nicht meldepflichtig. Die oben genannten prozentualen Werte stellen nur den Durchschnitt der in Betreuung der Suchtberatungsstellen befindlichen Klienten dar. Der Vergleich der letzten drei Jahre zeige einen nahezu konstanten Beratungsbedarf bei den Suchtberatungsstellen.

Offenes Ohr für jeden

Die Koordinierungsstelle soll künftig Netzwerke zwischen in der Suchthilfe und -prävention Tätigen, Fachgremien der Kommunal-, Landes- und Bundesebene, Forschung, Selbsthilfegruppen und vielen weiteren Partnern schaffen. "Natürlich werde ich auch für Fragen und Anregungen von Bürgern, Vereinen und Firmen ein offenes Ohr haben und gegebenenfalls Kontakte zu entsprechenden Ansprechpartnern herstellen", so Katrin Ehnert.