Als Chemnitz am Äquator lag

Auszeichnung "KlarText"-Preis für Wissenschaftskommunikation

Die Heidelberger Klaus Tschira Stiftung hat in dieser Woche sechs Forschende ausgezeichnet, die einen allgemein verständlichen Artikel über ihre Doktorarbeit geschrieben haben. Unter den Preisträgern im Bereich Geowissenschaften ist Ludwig Luthardt mit seinem Beitrag "Als Chemnitz am Äquator lag". Ludwig Luthardt ist Jahrgang 1987 und stammt aus Eberswalde-Finow.

Doktorarbeit über den Versteinerten Wald

Sein Studium der Geologie absolvierte er an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Hier promovierte er auch mit der Arbeit "Characterisation and reconstruction of a unique in situ preserved forest ecosystem of early Permian age". Er hatte in einem Forschungsvorhaben von Professor Ronny Rößler, Direktor des Museums für Naturkunde Chemnitz, von 2014 bis 2017 am hiesigen Museum seine Doktorarbeit über den versteinerten Wald entwickelt. Derzeit erforscht er an der Universität in Montpellier permische Pflanzen, um mit ihrer Hilfe die Ökosysteme der damaligen Wälder zu verstehen.

Kein Siegerbeitrag in der Mathematik

Die Klaus Tschira Stiftung vergibt die Auszeichnung bereits zum 17. Mal. 2019 haben 162 Wissenschaftler einen Text in den Kategorien Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten hat in drei Schritten die besten Beiträge ausgewählt. Dabei haben sich die Juroren auf keinen Siegerbeitrag in der Mathematik verständigen können, da ihnen kein Beitrag als preiswürdig erschien.