Altes Bauwerk erstrahlt bald in neuem Glanz

Projekt 1,5 Millionen Euro für Eisenbahnviadukt in Rabenstein

Es gehört zu den ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands - das Eisenbahnviadukt in Rabenstein. Und es wartet schon seit langem auf eine Sanierung. Genau 20 Jahre sei es her, dass Gottfried Reuther, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Rabenstein, beim damaligen Chemnitzer Oberbürgermeister Peter Seifert darum bat. Nun ist die Sanierung in greifbarer Nähe: Baubürgermeister Michael Stötzer hat am Donnerstag einen Fördermittelbescheid für den Erhalt und die Instandsetzung des Viaduktes Rabenstein entgegengenommen. Der Freistaat Sachsen stellt der Stadt Chemnitz einen Festzuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem ehemaligen DDR-Parteienvermögen. Insgesamt soll das Projekt Sanierung 1,9 Millionen Euro kosten - über die restlichen 400.000 Euro muss der Stadtrat noch abstimmen. Doch Michael Stötzer ist guter Dinge.

An dem 122-Jahre alten Viadukt sind noch keine Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Lediglich das hintere Widerlager West ist 2009/2010 saniert worden. Jetzt sollen unter anderem das Stahlfachwerk, der Geh- und Radbahnbelag, das Widerlager Ost und der Pfeilersockel saniert beziehungsweise neu hergestellt werden. Hinzu kommen noch ein neues Geländer, Brückenbeleuchtung und Entwässerung. "Als besonderes Highlight - im wahrsten Sinne des Wortes - ist vorgesehen, das Viadukt bei Dunkelheit mit LED-Strahlern zu beleuchten", kündigt die Stadtverwaltung an.

Das Brückenbauwerk dient aktuell als Wanderweg und soll zukünftig auch als Radweg ertüchtigt werden. "Durch die Kombination von touristischer Nutzung und technischem Denkmal besteht am Erhalt des Viadukts ein hohes öffentliches Interesse", so die Stadt weiter.