Am 9. November ein Zeichen setzen

Gedenktag Zahlreiche Veranstaltungen am Freitag geplant

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Foto: Thomas Schmotz

Der kommende Freitag ist ein geschichtsträchtiger Tag: Es jährt sich die Reichsprogromnacht 1938, der Hitler-Putsch von 1923 und auch der Tag des Mauerfalls 1989. Die Stadt Chemnitz, das Bündnis Chemnitz Nazifrei und andere Aktive wollen am Freitag den Opfern der NS-Diktatur gedenken und veranstalten diverse Aktionen am 9. November.

Von 14 bis 16 Uhr laden die Jusos Chemnitz zum "Stolpersteine putzen" auf den Kaßberg - Ecke Barbarossastraße/Zwickauer Straße - ein. Um 15 Uhr ist eine große Kundgebung zu "Aufstehen gegen Rassismus" am Karl-Marx-Monument geplant. Von 15 bis 16.30 Uhr gibt es einen Täterspurenrundgang vom Startpunkt Kaßberggefängnis über die Fürstenheim Villa auf der Weststraße, den Stephanplatz, Bahnhof Mitte das Schocken am Stephan-Heym-Platz bis hin zum Marx-Monument.

Ministerpräsident will teilnehmen

Um 17.30 Uhr beginnen schließlich an der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Chemnitz die Lichterwege, ein Gedenklauf mit Kerzen an historische Orte. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig nimmt an der Gedenkveranstaltung für die jüdischen Bürger von Chemnitz teil, die 1938 Opfer der Pogromnacht wurden. Sie bittet die Chemnitzer, mit ihrer Teilnahme am Gedenken ein Zeichen zu setzen - um 12 Uhr an der Stele am Stephanplatz. Ministerpräsident Michael Kretschmer will auch daran teilnehmen. Die Reichsstraße zwischen der Zwickauer Straße und der Weststraße wird am 9. November von 11.30 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung gegen 13.15 Uhr komplett gesperrt.

Auch Pro Chemnitz hat am 9. November wieder eine Freitagsdemonstration unter dem Titel "Wir alle sind die Wende" ab 18.30 Uhr am Marx-Kopf angemeldet.