Amazonen-Krieger im Stadthallenpark unterwegs

Menschen Stefan Jaroschinski sorgt beim CSD für Aufsehen

Am Wochenende war der Chemnitzer Stadthallenpark wieder besonders bunt: Zwar ohne Parade, wie sonst üblich, aber trotzdem mit einem vielseitigen Programm startete der Christopher Street Day (CSD), der Gedenk- und Demonstrationstag homo- und bisexueller Menschen, von Transgender und intersexuellen Personen. Hunderte Besucher fanden sich auf dem Gelände vor der Stadthalle ein - besonders begehrt waren die Schattenplätze, bei fast 40 Grad in der Sonne. Die Band "Rules of this game" und der Berliner Sänger MKSM haben für Musik auf der Bühne gesorgt. Außerdem hatte sich Joel Schiliro, der Mister-Gay Germany als Gast angekündigt. "Er stellte seine Kampagne zum Adoptionsrecht für Homosexuelle vor", so Robert Lutz vom Verein CSD Chemnitz.

Amazonen-Krieger zieht Aufmerksamkeit auf sich

Unter den Besuchern des Aktionstages war auch Stefan Jaroschinski aus Frankenberg. Er sorgte mit einem Amazonen-Krieger-Outfit für Aufsehen. Schwul sei Jaroschinski nicht, wie er sagt. Dennoch genieße er die Aufmerksamkeit, die er beim CSD bekomme. Der Frankenberger ist Kunsthandwerker und hat sein Kostüm selbst hergestellt. Es besteht aus einem etruskischem Helm aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, einem Glockenpanzer und einem Bronzeschwert, das er, wie er sagt, nach einem Originalfund gefertigt hat. Gelbe Lackschuhe mit Plateau vervollständigten das Outfit. In seiner Firma Noricum Replikate fertigt der gebürtige Bayer, der 2014 nach Sachsen zog, archäologische Nachbauten, wie Helme oder Schmuckgegenstände aus der Zeit der Kelten, Griechen Römer und Germanen.