Ampullenfund in Chemnitz: Gefährliche Stoffe im Wald gesprengt

In einem Waldstück unweit der Irmtraud-Morgner-Straße waren zahlreiche Ampullen und kleinere Gefäße entdeckt worden. Am Abend stand fest, wie mit den Stoffen umgegangen wird.

Chemnitz

Gegen 9 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei erneut auf die Irmtraud-Morgner-Straße gerufen. Hintergrund sind die in einem dortigen Waldstück gefundenen Ampullen. Bereits am 5. Mai gab es deswegen einen ABC-Einsatz der Feuerwehr (BLICK.de berichtete).

Klärung zu Transport oder Vernichtung der Ampullen

Aktuell wird die Frage geklärt, ob die Ampullen transportiert werden können oder ob sie sogar Vorort vernichtet werden müssen. Zur Stunde sind Experten des LKA Vorort, um weiteres zu klären.

Feuerwehr untersucht enthaltene Stoffe

Ebenso soll durch die Feuerwehr geklärt werden, um welche Stoffe genau es sich handelt.

Update der Polizei, 21.10 Uhr

Am Donnerstag führte die Polizeidirektion Chemnitz mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Sachsen, der Berufsfeuerwehr Chemnitz und weiteren Unterstützungskräften Einsatzmaßnahmen in einem Waldstück unweit der Irmtraud-Morgner-Straße durch. In diesem Bereich war am vergangenen Montag eine Vielzahl von Ampullen und kleineren Gefäßen mit zunächst unbestimmten chemischen Substanzen aufgefunden worden.

Bei der Prüfung der Substanzen wurde im Laufe des gestrigen Tages festgestellt, dass die jüngst durch Unbekannte ausgegrabenen Funde teils explosiv, giftig, krebserregend und nicht transportfähig sind. Aus diesem Grund untersuchten Einsatzkräfte der USBV-Gruppe (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) des Landeskriminalamtes Sachsen und der Berufsfeuerwehr Chemnitz im Laufe des heutigen Tages diese Substanzen vor Ort näher. Im Ergebnis der Begutachtung wurde entschieden, die Gefahrenstoffe kontrolliert zu sprengen. Evakuierungen von Wohngebieten im Umfeld des Fundortes wurden nach eingehender Prüfung als nicht erforderlich erachtet.

Die aufgefundenen Chemikalien sind gegen 20.30 Uhr vor Ort erfolgreich durch Spezialisten des Landeskriminalamtes vernichtet worden. Anschließende Detektionen rund um die Fundstelle erbrachten keine weiteren Gefahrenquellen. Letztlich konnten eingerichtete Sperrungen aufgehoben werden. In die heutigen Einsatzmaßnahmen waren knapp 90 Polizistinnen und Polizisten involviert.

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