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An Seilen rund um den Globus

Eröffnung Sonderausstellung "Seilschaften" im Industriemuseum Chemnitz

Man möchte es kaum glauben, dass vom sächsischen Leipzig aus - also einer Stadt, deren Umland nicht unbedingt als bergig beschrieben werden kann- die Seilbahnen dieser Welt ihren Siegeszug antraten. Im Jahr 1874 gründete der Dessauer Ingenieur Adolf Bleichert in Leipzig seine erste Fabrik für Drahtseilbahnen. Anlässlich des 140-jährigen Jubiläums dieser Unternehmung lässt das Sächsische Industriemuseum Chemnitz die Geschichte der drahtigen Fördertechnik Revue passieren.

Unter dem Titel "'SEILschaften', 140 Jahre Fördertechnik aus Leipzig für die Welt - Von Adolf Bleichert zu VTA" zeigt das Museum bis 1. Juli, wie die Seilbahn von den ersten Transporteimern im Bergbau bis zum Kilometer langen Personentransport reifte. Dabei waren die Sachsen um Bleichert und später dessen Söhne Max und Paul zu ihrer Zeit nicht nur Weltmarktführer, sondern auch technische Vorreiter, die einst unter anderem die erste Bergschwebebahn bauten oder viele Rekorde in Länge, Höhe und Leistungsstärke bei Seilbahnen hielten. Mit Originalexponaten wie einer Passagierkabine aus dem Jahr 1924 macht das Industriemuseum die Geschichte der Seilbahnen aus Sachsen, die zu Hunderten von Spitzbergen bis Chile die Welt eroberten, erlebbar. mch/vtz