Anklage wegen Bombendrohung: Frau hatte Probleme mit dem Jugendamt

Polizei Die 34-Jährige räumt Taten in vollem Umfang ein

Letztes Jahr kam es zu mehreren Bombendrohungen gegen das Jugendamt der Stadt Chemnitz. Eine 34-jährige Frau habe zwischen dem 24.10.2018 und dem 22.11.2018 verschiedene Telefonzellen und -säulen im Stadtzentrum genutzt, um den polizeilichen Notruf beim Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Chemnitz anzurufen. Unter Verwendung eines, auf ihrem Mobiltelefon installierten Sprachwechslers sprach sie Attentats- und Bombendrohungen gegen das Jugendamt aus.

Da von einer ernsthaften Bedrohungslage ausgegangen wurde, wurden das Jugendamt und weitere Einrichtungen und Geschäfte von den Sicherheitsbehörden für mehrere Stunden geräumt und durchsucht.

Ermittlungen sind abgeschlossen - Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest

Am 22.11.2018 wurde die Angeklagte beobachtet und vorläufig festgenommen. Aufgrund des Fehlens von Haftgründen wurde die Festnahme am 23.11.2018 wieder aufgehoben.

Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen und Anklage gegen die 34-Jährige Frau aus Chemnitz wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie Missbrauchs von Notrufen in fünf Fällen beim Amtsgericht Chemnitz erhoben.

Die Angeschuldigte hat die Taten in vollem Umfang eingeräumt und als Motiv Probleme mit dem Jugendamt angegeben. Das Gesetz sieht für jede der Taten eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Die Frau muss zudem mit Schadensersatzforderungen für die im Rahmen der Einsatzmaßnahmen angefallenen Kosten rechnen.

 

Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest.