Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Polizei Nach einem Unfall mit drei Toten auf der A4 Richtung Dresden

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Foto: Haertelpress

Wie die Polizeidirektion Chemnitz am Nachmittag bekannt gab, wurde nun die Anklage gegen eine 32-jährige, deutsche Fahrerin und einen 46-jährigen, polnischen Fahrer wegen fahrlässiger Tötung beim Amtsgericht Döbeln erhoben.

Hintergrund:

Am 29. Juni diesen Jahres ereignete sich in den frühen Morgenstunden ein schwerer Unfall auf der Zufahrt zum Parkplatz "Rossauer Wald" auf der A4 Richtung Dresden, in dessen Folge drei Personen starben und eine Person schwer verletzt wurde.

Die 32-jährige Fahrerin hatte ihre Sattelzugmaschine (Fahrzeug mit Anhänger) mangels anderweiter Abstellmöglichkeiten verkehrswidrig am Beginn der Parkplatzzufahrt rechtsseitig abgestellt. Kurz darauf wollte der 46-jährige Fahrer mit seinem PKW Opel Vectra und drei Beifahrern auf den Parkplatz fahren.

Er hatte jedoch seine Geschwindigkeit nicht angepasst und war unaufmerksam, was zu der Kollision mit dem dort stehenden beleuchteten Sattelanhänger führte. Dabei wurde der polnische Fahrer schwer verletzt, für seine drei Beifahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch am Unfallort.

Die Kollision wäre vermeidbar gewesen

Nach dem Abschluss der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass beide Verkehrsverstöße zum Unfall beigetragen haben und somit wurde gegen beide Fahrer Anklage wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen und fahrlässiger Körperverletzung erhoben.

Wann die Hauptverhandlung beginnen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.