Anlaufstelle macht aus Künstlern Unternehmer

Projekt Chemnitz bekommt im August Beratungsbüro

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Foto: Demaerre/Getty Images/iStockphoto

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich längst zu einem bedeutsamen Wirtschaftssektor entwickelt und im Jahr 2015 mit 65,5 Milliarden Euro rund 2,2 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands beigetragen. Allein in Sachsen gibt es mehr als 11.000 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dennoch tun sich Kunstschaffende bis heute schwer, den Wert ihrer Arbeit zu bestimmen. Deshalb fördert der Freistaat Sachsen das Zentrum "Kreatives Sachsen", das Künstlern und Kreativen dabei helfen will, auch erfolgreiche Unternehmer zu werden.

Zu den kürzlich eröffneten Büros in Dresden und Leipzig kommt ab Anfang August ein weiteres in Chemnitz an der Augustusburger Straße hinzu. Dort will man kreative Chemnitzer in erster Linie unternehmerisch beraten, sie mit Kammern, Verbänden oder Stadtverwaltung in Kontakt bringen und den Zugang zu Fördermitteln oder Weiterbildungen aufzeigen. Das Zentrum "Kreatives Sachsen" ist deutschlandweit die erste Fördereinrichtung, die von Verbänden der Kultur- und Kreativschaffenden selbst getragen wird. Gefördert wird es vom Freistaat mit 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre.