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Arbeitskraftpotenzial entdecken

Inklusion Menschen mit Behinderung als Fachkräfte

Auch wenn die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Jahren nur unterdurchschnittlich bei Menschen mit einer Behinderung angekommen ist, stehen immer mehr von ihnen in Lohn und Brot. Deren volle Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist Ziel vieler Initiativen, Kooperationen und Förderungen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz und Partner bieten Unternehmen dafür entsprechende Beratungen an. Nach der konkreten Situation in Chemnitz befragt, antwortet die Inklusionsberaterin der IHK, Patricia Leister: "Die Angebote werden noch nicht voll ausgeschöpft, aber es entwickelt sich stetig." Ab 20 Arbeitsplätzen muss ein Arbeitgeber mindestens eine Stelle mit einem schwerbehinderten Menschen besetzen, sagt das Gesetz.

Peter Weyers betreibt in Chemnitz einen Hausmeisterservice mit 30 Beschäftigten. Unter ihnen sind drei Mitarbeiter mit einer Behinderung. …Mario Landgraf ist halbseitig gelähmt und arbeitet seit mehreren Jahren bei Peter Weyers. "Wir haben für Mario Landgraf eine Kehrmaschine angeschafft, mit der er nach einem kleinen Umbau selbstständig arbeiten kann." Der Firmenchef betont, dass alle drei Mitarbeiter voll integriert sind und keine Unterschiede bei den Leistungsanforderungen gemacht werden. "Anfangs muss man rausfinden, was die neuen Mitarbeiter am besten können. Das macht ein bisschen Arbeit. Alle arbeiten aber ohnehin immer im Team, sodass man sich auch gegenseitig unterstützen kann". Zu den verschiedenen Förderungen gehören Lohnkostenzuschüsse. Unternehmer Peter Weyers bekam beispielsweise für ein halbes Jahr 30 Prozent des Lohns für einen behinderten Mitarbeiter ersetzt und meint, dass die Förderungen ein nützliches Mittel zur verbesserten Inklusion von behinderten Arbeitnehmern sind.



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