Archäologiemuseum zeigt Fotoschau zum Bauhaus

Fotografie Das Bauhaus und weltweite, parallele Strömungen

In diesem Jahr werden 100 Jahre Bauhaus gefeiert. Im Archäologiemuseum smac ist im Rahmen dieses Jubiläums jetzt eine neue Ausstellung im Foyer zu sehen. Sie zeigt 50 Fotografien von Gebäuden der Klassischen Moderne aus den unterschiedlichsten Winkeln der Erde - sei es in Berlin oder Tel Aviv, Löbau oder Nairobi, St. Petersburg oder Guatemala Stadt, Chemnitz oder Bukavu im Kongo.

"Ich möchte mit bau1haus zeigen, wie wirkmächtig das Bauhaus und parallele Strömungen auf der ganzen Welt waren. Mein Ziel ist ein weltweites Fotoarchiv dieser Gebäude", sagt der Berliner Fotograf und Kosmopolit Jean Molitor, von dem die ausgestellten Bilder stammen.

Künstlerischer Einfluss der Schau

Ein Schwerpunkt der Schau im smac liegt auf einem der wichtigsten Vertreter der Klassischen Moderne: dem Architekten des Kaufhaus Schocken Erich Mendelsohn, dessen Merkmal der "runden Ecke" immer wieder beobachtet werden kann. Weitere Fotografien präsentieren Gebäude von Architekten wie dem van de Velde-Schüler Thilo Schoder, Hans Poelzig, Sigmund Freuds Sohn Ludwig Freud, Ernst May und oder Emil Fahrenkamp.

Molitors Bilder zeigen die Ästhetik der klaren Linien, der geschwungenen Gebäudefronten und gläsernen Ecken, der Flachdächer und großzügigen Verglasungen. Alle seine Fotografien sind in schwarz-weiß gehalten und im Querformat ausgestellt. "Ich wollte eine homogene Serie schaffen, was gar nicht so einfach war", sagt der 1960 in Berlin Geborene.

Er studierte künstlerische Fotografie an der Leipziger Hochschule für Grafik bei Arno Fischer. Seit 1994 ist Jean Molitor freischaffender Künstler, Fotograf für Magazine, Zeitungen und Industrie und Filmemacher. 2009 startete er sein Projekt bau1haus, für das er durch Afrika, Nord- und Südamerika, Europa und den Nahen Osten reist.