Arktische Kälte: Nach dem Schnee kommt der Frost

Wintereinbruch Am Freitag bibbert Sachsen bei örtlich bis zu -20 Grad

Der Winter hat Sachsen fest im Griff. Während der Norden Deutschlands mit den Folgen der schlimmsten Sturmflut seit 20 Jahren zu kämpfen hat, versinkt der Freistaat im Schnee. Grund: Kalte Polarluft gelangt von Westen unter Hochdruckeinfluss. Die Folge: Bis zu fünf Zentimeter Neuschnee pro Stunde vermeldet der Deutsche Wetterdienst für die Region - vom Tiefland bis ins Erzgebirge. In den Kammlagen sei zeitweise noch mit Windböen bis 60 km/h zu rechnen, wodurch es weiterhin zu Verwehungen kommt.

Dazu herrscht Dauerfrost zwischen -3 und -8 Grad. In der Nacht sinkt das Quecksilber im Thermometer dann nochmals kräftig ab. Gebietsweise meldet sich strenger Frost bis -13 Grad an. In den Hochtälern der Mittelgebirge sinken die Temperaturen sogar auf -20 Grad. Streckenweise ist weiterhin Glätte durch überfrorene Nässe möglich.

Daher rät die Polizei nach wie vor zur Achtsamkeit: Aufgrund der vorherrschenden Witterungsbedingungen, Schneeverwehungen und liegengebliebenen Lkw komme es weiterhin zu Behinderungen im Straßenverkehr. Betroffen waren und sind unter anderem Bundes-, Staats- und kommunale Straßen, so zum Beispiel die B 101, B 169, B 174, B 180, die Kemtauer Straße in Chemnitz und die S 36 in Fahrtrichtung Nossen. Auf der Bundesautobahn 4 kam es am Donnerstagvormittag in beiden Richtungen kurz vor bzw. nach der Anschlussstelle Berbersdorf zu Behinderungen wegen starken Schneefalls.