Arktische Kälte: Nach dem Schnee kommt der Frost

Wintereinbruch Am Freitag bibbert Sachsen bei örtlich bis zu -20 Grad

Auf dem Fichtelberg hatte sich Gevatter Frost bereits am Mittwoch gezeigt. Jetzt zieht er weiter ins Tiefland. Fotos (4): Andre März

Der Winter hat Sachsen fest im Griff. Während der Norden Deutschlands mit den Folgen der schlimmsten Sturmflut seit 20 Jahren zu kämpfen hat, versinkt der Freistaat im Schnee. Grund: Kalte Polarluft gelangt von Westen unter Hochdruckeinfluss. Die Folge: Bis zu fünf Zentimeter Neuschnee pro Stunde vermeldet der Deutsche Wetterdienst für die Region - vom Tiefland bis ins Erzgebirge. In den Kammlagen sei zeitweise noch mit Windböen bis 60 km/h zu rechnen, wodurch es weiterhin zu Verwehungen kommt.

Dazu herrscht Dauerfrost zwischen -3 und -8 Grad. In der Nacht sinkt das Quecksilber im Thermometer dann nochmals kräftig ab. Gebietsweise meldet sich strenger Frost bis -13 Grad an. In den Hochtälern der Mittelgebirge sinken die Temperaturen sogar auf -20 Grad. Streckenweise ist weiterhin Glätte durch überfrorene Nässe möglich.

Daher rät die Polizei nach wie vor zur Achtsamkeit: Aufgrund der vorherrschenden Witterungsbedingungen, Schneeverwehungen und liegengebliebenen Lkw komme es weiterhin zu Behinderungen im Straßenverkehr. Betroffen waren und sind unter anderem Bundes-, Staats- und kommunale Straßen, so zum Beispiel die B 101, B 169, B 174, B 180, die Kemtauer Straße in Chemnitz und die S 36 in Fahrtrichtung Nossen. Auf der Bundesautobahn 4 kam es am Donnerstagvormittag in beiden Richtungen kurz vor bzw. nach der Anschlussstelle Berbersdorf zu Behinderungen wegen starken Schneefalls.