Artistik der Extraklasse in der Stadthalle

Jubiläum 30 Jahre Chinesischer Nationalzirkus - am Samstag in Chemnitz

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Der Chinesische Nationalzirkus macht am Wochenende in Chemnitz Halt. Foto: Semmel Concerts

Handstand mit einem Arm, Tellerbalancieren auf dem Kopf oder unzählige Saltos und Körper übereinander stapeln - das ist Artistik auf hohem Niveau, wie sie seit 30 Jahren in Shows des Chinesischen Nationalcircus' präsentiert wird. Auf seiner Jubiläumstour macht das Ensemble auch wieder in Chemnitz Halt - am 2. Februar in der Stadthalle. Die Besucher erwarte ein artistisches Feuerwerk mit Geschichte und Geschichten des traditionellen Chinas rund um das größte sagenumwobene Bauwerk der Welt - der chinesischen Mauer. Auf der Bühne werde eine Symbiose aus spektakulärer Akrobatik, bezauberndem Tanz, ergreifendem Schauspiel, einfühlsamer Musik und humorvoller Poesie dargeboten.

1989 präsentierte der Wiener Multimediakünstler André Heller zum ersten Mal den Chinesischen Nationalcircus einem europäischen Publikum. Seit dem Jahr 2000 ist der deutsche Regisseur, Clown und Kulturmanager Raoul Schoregge für die Shows zuständig. Die Liebe zu China habe er in die Wiege gelegt bekommen. "Mein Vater war Kunstmaler und von Asien fasziniert. Ich bin also schon als Kind mit dem Land vertraut gemacht worden", erzählt Schoregge. Mehrmals im Jahr reist er nach China und sucht sich aus den 50 besten der über 1000 Zirkusse im Land seine Akrobaten aus.

Neben dem Chinesischen Nationalcircus gibt es auch noch den Chinesischen Staatscircus. Was ist denn der Unterschied zwischen beiden? "Gemeinsam ist uns eigentlich nichts. Einen Zirkus des Staates gibt es aber nicht. Der Staatscircus suggeriert eine Verbindung zur Regierung Chinas, die überhaupt nicht existiert. Wir verstehen uns lediglich als Kulturaustausch und durch sehr gute Verbindungen zum Kulturministerium des Landes werden wir bestärkt, weiterzumachen", erklärt Raoul Schoregge.