Attacke auf "Traurige Städte"

Image Stadt will stärker außerhalb von Chemnitz werben

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Ausstellungseröffnung von "100 Chemnitzer Macher erzählen ihre Geschichten" im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Foto: Toni Söll

Mit einer neuen Imagekampagne will die Chemnitzer Wirtschaftsförderung CWE ab März für Chemnitz werben. Dies kündigte CWE-Geschäftsführer Sören Uhle am Montagabend bei einem Zusammentreffen von "Chemnitzer Machern" im Archäologiemuseum an.

"Unsere Arbeit steht und fällt mit der Vermarktung nach außen", erklärte Uhle. Insgesamt wolle man außerhalb der Stadt selbstbewusster auftreten. Zielgebiet der Kampagne sollen deshalb sogenannte "traurige Städte" werden - andere Klein- und Großstädte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: "Wir adressieren die Leute, die einen Job brauchen. Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie geil diese Stadt ist." Die Kampagne wird mit der Agentur Zebra entwickelt, die bereits die Imagekampagne "Die Stadt bin ich" konzipiert hatte. Eingebunden werden sollen auch die etwa 70 Unternehmen, die sich am Fachkräfteportal "Chemnitz zieht an" beteiligen, das die CWE betreibt. Darüber hinaus will die CWE auch die Konzertreihe "Rock am Kopp" weiterführen und das Festival "RAW", das vergangenes Jahr erstmals bei den Tagen der Industriekultur stattfand, weiterentwickeln. Die "Chemnitzer Macher" - Teil der Imagekampagne "Die Stadt bin ich" - sollen stärker als Botschafter für Chemnitz eingebunden werden. Diese "Macher" werden regelmäßig auf der Webseite von "Die Stadt bin ich" sowie im Amtsblatt präsentiert. Chemnitzer Unternehmer, Künstler, Kulturakteure, Sportler oder Veranstalter werden hier vorgestellt - inzwischen über 100, darunter zuletzt Start-ups wie Saralon, das Uni-Projekt ePartitur, das Fritz-Theater oder die Schönherr-Fabrik. Die Macher-Interviews sind inzwischen auch in zwei Broschüren und in eine Ausstellung geflossen, die durch Chemnitz zieht. Bis zum 29. Januar ist sie im Archäologiemuseum zu sehen, ab März dann im Technologie Centrum auf der Annaberger Straße.