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Sachsen

Auf der Jagd nach den großen Fischen

Angelsport Sachse erfolgreich bei Meisterschaft in Kenia

Eine heiße Woche ging kürzlich für Stefan Schumann und sein Team zu Ende. Heiß, weil der Chef einer Kaßberger Werbeagentur im 30 Grad warmen Kenia weilte und dort bei der Deutschen Meisterschaft im Big Game Fishing teilnahm. Dahinter verbirgt sich eine Hochseefischerei als Form des Schleppangels oder Trolling genannt. Die Zielfische zur Meisterschaft waren der Segelfisch und Marlin. Der Segelfisch gilt als der schnellste Fisch im Meer und erreicht Geschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern, hat eine durchschnittliche Länge von über 2 Metern und wiegt schon mal 50 bis 80 Kilogramm. "Solche Fische verlangen vom Angler körperlich alles ab, wenn man im Stand up diese drillen muss", erzählt Stefan Schumann.

Die Vorbereitungen für die Meisterschaft liefen bei jedem Teilnehmer über mehrere Wochen ab. "Es hieß, das passende Equipment von Rute, Rolle, Schnur, Vorfach und Köder auszusuchen. Keine leichte Aufgabe, denn wir Angler sind da sehr wählerisch", erzählt der Sachse. Am Ende ist das Tuna-Team vor Ort um Stefan Schumann Vizemeister der Deutschen Meisterschaft geworden.

Angeln ohne Verwertungsabsicht

Und was passiert mit den Fängen? Die Ausrichtung des Wettbewerbes erfolge grundsätzlich auf Basis von "catch and release", zu deutsch "fangen und zurücksetzen". "Es ist ein Angeln ohne eine Verwertungsabsicht. Der Fisch wird anschließend ins Meer zurückgesetzt oder geht über den Fischhändler in die Nahrungskette der Afrikaner zurück", erläutert Stefan Schumann. Schon mit 15 Jahren begann der Stollberger, dem Hobby Angeln zu frönen - 1977 in der Ortsgruppe Karl-Marx-Stadt Mitte. Seit 2008 angelt er an der Westküste Rügens von Schaprode aus mit eigenem Trolling-Boot intensiv auf Lachs.