Auf der "Klugscheißertour" Chemnitz entdecken

Stadtführung Besondere Tour durch die Stadt am 18. Mai

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Das Chemnitzer Heizkraftwerk im März 2018. Foto: Thomas Schmotz

Wenn Gästeführerin Karin Meisel am 18. Mai um 18 Uhr am Johannisplaz ihre Stadtführung beginnt, wird es eine Menge "Aha"s und "Oho"s geben. Sie bietet nämlich keine gewöhnliche Städtetour an, sondern eine "Klugsscheißertour". "Die heißt so, weil wir das da machen", sagt sie kurz und knapp. Mit "wir" meint Karin Meisel dabei sich selbst und die Gäste, die sie durch Chemnitz führt.

"Ich möchte eine vergnügliche Runde leiten, bei der die Leute mit Erkenntnissen überrascht werden, die sie zwar nicht dringend benötigen, bei denen es aber schön ist, wenn man sie weiß", erzählt sie. Bei einer Mitmach-Tour berichtet Karin Meisel so Wissenswertes über die Stadt, stellt aber gleichzeitig Fragen an die Besucher und animiert sie dabei zum "Klugscheißen", wie sie es formuliert.

Woher kommt eigentlich die Aussage "blau machen"?

Los geht die Tour am Saxonia-Brunnen. "Wie kommen die Sachsen eigentlich zu ihrem Namen?", wird Karin Meisel dann zuerst wissen wollen und es geht noch weiter: Was hat der Rote Turm mit Krimis zu tun? Wo gibt es in Chemnitz das Paradies? Etwa zehn Stationen liegen in der anderthalb stündigen Führung vor den Besuchern. "Dabei kommt es ganz drauf an, wie gut wir gelaunt sind", sagt Karin Meisel und lacht. Sie will neben der Vermittlung von Historie auch einen Aha-Effekt erzielen.

Bei den Recherchen zu Vergangenheit und Gegenwart der Stadt, die sie meist in der Zeitung tätige, seien ihr immer wieder Begebenheiten aufgefallen, die sie den Gästen nicht vorenthalten wollte. Man könne zum Beispiel wunderbar den Bogen zur Chemnitzer Industriegeschichte schlagen, indem man zuerst fragt: "Woher kommt eigentlich die Aussage 'blau machen'?".