Auf der Suche nach umweltfreundlicher Mobilität

Ausstellung Marx-Mobil zeigt Ideen für den Verkehr

Mobilität bedeutet nicht nur von A nach B zu kommen, sondern hat auch die Funktion, eine soziale Stadt und Begegnungen zu ermöglichen. So sehen es die Initiatoren des Projektes MarxMobil, die ein Jahr lang Ideen für eine veränderte Verkehrsstruktur auf dem Sonnenberg gesammelt haben. Sie führten dafür über 200 Einzelgespräche mit Bewohnern des Stadtteils und sorgten mit Aktionen in der Praxis für Aufmerksamkeit. Sogenannte Mobilitätsagenten zogen dazu sechs Wochen nach Chemnitz, lebten auf dem Sonnenberg und versuchten durch ihre Aktionen mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Johanna Richter und Marcella Hajdu boten zum Beispiel einen kostenlosen Rikscha-Taxiservice an, Julie Rüter stellte Sitzmöbel an eine vielbefahrene Straße, um sich dort die Frage zu stellen "Warum, sollte ich hier sitzen wollen?" und Florian Eggermann wollte mit der Idee eins Skilifts auf dem Sonnenberg gezielt Irritationen im öffentlichen Raum schaffen. Im Foyer des Technischen Rathauses ist bis zum 14. Februar nun die Schau "Marx Mobil - Anregungen und Erfahrungen einer veränderten Mobilitätskultur im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg" mit sämtlichen Projekten zu sehen. Auf einer Tafel können Bürger ihre Wünsche für eine veränderte Verkehrsstruktur auf dem Sonneberg hinterlassen. Laut MarxMobil seien die Themenschwerpunkte der Anwohner bisher eindeutig: mehr und besser kontrollierte Tempo-30-Zonen, besserer Zustand der Gehwege, die Installation eines Fahrradlifts, mehr Zebrastreifen, verkehrsberuhigte Zonen und mehr Festivitäten sowie Begrünung.