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Aus Chemnitz zurück mit Horn

IHK Regionale Wirtschaft begrüßte Vizekanzler Sigmar Gabriel

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte am Montag eine Menge Wertschätzung mitgebracht zum Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Chemnitz im 25. Jahr ihres Bestehens: "Die IHKs sind etwas, um das uns weltweit viele Länder beneiden", sagte er. "Die Kammern sind Grundlage von beruflicher Qualifikation und wirtschaftlichem Erfolg in unserem Land." Er werde deshalb alles dafür tun, dass das System der Kammern in Deutschland erhalten bleibe. Auch sonst hat er in den kommenden Monaten viel zu tun: Energiewende und Freihandelsabkommen, Zuwanderung vereinfachen und die Währungsunion stärken, die Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die deutsche Wirtschaft in Grenzen halten und Bürokratie abbauen - die Liste an Aufgaben, die IHK-Präsident Franz Voigt ihm zugedachte, wollte fast kein Ende nehmen. Zugleich mahnte der Kammerpräsident auch Zurückhaltung an - etwa bei der Regelung von Zeitarbeit oder der Behandlung von Werkverträgen: "Es darf einfach nicht sein, dass aufgrund einzelner missbräuchlicher Nutzung dieser Regelungen dem Arbeitsmarkt weitere Fesseln angelegt werden", so Voigt. Gabriel holte weit aus in seinem Grußwort - vom Modell der sozialen Marktwirtschaft über die Vision einer Freihandelszone von Wladiwostok bis Lissabon mit einem europäischen Russland bis zu "Industrie 4.0" und Fachkräftemangel: "Wir müssen mehr dafür tun, dass berufliche Bildung wieder erste Wahl wird", sprach er den regionalen Wirtschaftsvertretern aus der Seele. Konkretes hatte der Vize-Kanzler und SPD-Chef an diesem Abend wenig im Gepäck - dafür dann für die Rückreise ein Jagdhorn: Damit solle er künftig allen Freunden von zu viel Regulierung kräftig den Marsch blasen, so Voigt.