Aus Denkmal wird Begegnungsstätte

Geschichte Zukunft der Schmidt-Rottluff-Mühle wird geplant

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Außen schon hui, innen noch nicht ganz so weit: Die Schmidt-Rottluff-Mühle. Foto: Andreas Morgenstern/vtz

Wer an der Schmidt-Rottluff-Mühle in Rottluff vorbeifährt, hat einen ganz guten Eindruck vom Gebäude: Hübsch saniert ist sie - 2009/10 floss Geld aus dem Bundeshaushalt in die Außenhülle des alten Mühlengebäudes, das der Vater des Malers Karl Schmidt-Rottluff hier 1893/94 errichten ließ.

Doch was außen bereits geschehen ist, muss im Inneren noch nachgeholt werden - die Sanierung: "Derzeit liegen zum Beispiel keinerlei Medien an - weder Wasser noch Strom", erläutert Brigitte Pfüller. Sie ist die Vorsitzende des Fördervereins Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V., dem die Stadt die Nutzungsrechte für die Mühle übertragen hat. Bedingung: Er muss sich selbst um die Finanzierung des Innenausbaus bemühen.

Mühle soll genutzt werden

Der Verein will hier einen kulturellen Gedächtnisort einrichten, eine Begegnungsstätte im Zeichen Karl Schmidt-Rottluffs: "Wir wollen, dass die Mühle nutzbar wird - mit einem technischen Denkmal zur einzigartigen Mühlentechnik, aber ebenso mit Räumen für Veranstaltungen oder für kleine Ausstellungen", so Pfüller. Ein täglich geöffnetes Museum solle es nicht werden, aber eben doch ein Ort, der regelmäßig einlädt.

Dafür haben jüngst die nächsten Arbeiten begonnen, die Medienerschließung steht auf der To-do-Liste des Vereins ganz oben. Geld gibt es erneut vom Bund sowie vom Land Sachsen, auch der Stadtrat hat eine Förderung des Vereins von zwei Mal 10.000 Euro bewilligt. "Das reicht aber nicht aus. So freuen wir uns über jede Spende, die wir erhalten." Banken, Handwerker und andere Unternehmen haben bereits Unterstützung zugesagt.

Bis zur ersten Veranstaltung in der Schmidt-Rottluff-Mühle wird aber noch einige Zeit vergehen. Anfang 2019 könnte es soweit sein, schätzt Pfüller.