Aus der Wiener Staatsoper nach Chemnitz

Musik García Calvo will Menschen an Klassik heranführen

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Guillermo García Calvo. Foto: Bohmann

Ein wenig hat Guillermo García Calvo etwas von Fußball-Trainer Pep Guardiola. Die Nationalität einserseits, die markante Stirn andererseit - vor allem aber die Leidenschaft für seinen Beruf. "Ich bin verliebt in die Musik, und das möchte ich zeigen", erzählt der neue Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz in dieser Woche.

Ein unvergleichliches Erlebnis

"Wir müssen auf der Bühne unsere Emotionen zeigen, damit das Publikum Emotionen erlebt", fordert er von den Orchestermitgliedern der Robert-Schumann-Philharmonie: "80 oder 100 Musiker geben gemeinsam nach jahrelanger Übung im stillen Kämmerlein ihr Bestes - dieses Live-Erlebnis kann man mit einem Popsong auf dem Handy gar nicht vergleichen", findet er.

Sinfoniekonzert in der Robert-Schumann-Philharmonie

Kommende Woche wird der 39-jährige García Calvo erstmals die Robert-Schumann-Philharmonie durch ein Sinfoniekonzert führen. Im Sommer startete sein Engagement in Chemnitz, nach einem jahrelangen Auswahlprozess. Zuvor war er fest an der Wiener Staatsoper engagiert und konnte dort fast immer vor vollem Hause agieren.

Wagner ist seine größte Leidenschaft

Das wünscht er sich zunehmend öfter auch für Chemnitz, und will deshalb zum Beispiel häufiger die Proben vor Opernpremieren oder Sinfoniekonzerten öffnen: Keine Gelegenheit dürfe man verpassen, um Menschen an klassische Musik heranzuführen. Persönlich freut er sich auf den neuen "Ring des Nibelungen", der im Januar startet: "Wagner ist allles, meine größte Leidenschaft. Aber mir ist bewusst, dass wir nicht nur Wagner spielen können."

Am Mittwoch und Donnerstag geht es für ihn in der Stadthalle unter anderem mit Schumann und Strauss los.