Aus die Maus: Döner-Drive-In schließt nach 20 Jahren

Pläne Ab Montag beginnen die Vorbereitungen zur Bebauung des Areals

Tief in der Nacht mal eben am Döner-Imbiss halten und den Hunger stillen: Mit dem Döner-Drive-In zwischen der Zschopauer Straße und dem Kulturkaufhaus Tietz war das bis Donnerstag kein Problem. Nun musste Betreiber Orhan Macar nach 20 Jahren seinen Imbiss dicht machen. Grund dafür ist der Beginn der Vorbereitungsarbeiten für die Bebauung des Areals. Das 13.200 Quadratmeter große Grundstück wurde von der Stadt an den Investor Hansa Real Estate verkauft. Spätestens Anfang 2021 will der Immobilienentwickler mit den Arbeiten für das "Carée am Tietz" beginnen. Geplant ist eine Mischung aus Hotel, Gastronomie und Einzelhandel. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, beginnen ab dem 1. März die archäologischen Grabungen, die voraussichtlich bis Ende des Jahres andauern. Ab Samstag werden entlang der Bahnhofstraße außerdem Bäume gefällt. Ab Montag, 6 Uhr, wird das Parken auf dem Tietz-Parkplatz nicht mehr möglich sein, auch Rad- und Gehwegverbindungen sind dann gesperrt. Die Bushaltestellen an der Bahnhofstraße vorm Tietz als auch an der Zschopauer Straße bleiben dagegen in Betrieb. Auch die derzeitigen Taxiplätze in der Wiesenstraße können noch genutzt werden. Nur Gäste des Döner-Drive-In werden hier nicht mehr aussteigen. Die Kündigung wurde dem Betreiber des Schnellrestaurants trotz eines gültigen Mietvertrags bis 2025 bereits zum Jahresende 2017 erteilt. Da sich die Bebauungspläne verzögerten, konnte der Imbiss zunächst weiterbetrieben werden. Gespräche mit der Stadt, einen gleichwertigen Standort - zentrale Lage und Parkplätze in der Nähe - zu finden, erwiesen sich jedoch als schwierig. Ein Mietvertrag für eine Fläche im Tietz wurde aus Gründen der Unsicherheit abgelehnt. Man werde mit der Stadt im Gespräch bleiben.