Ausbildungsbereitschaft in sächsischen Betrieben erhöht

Fachkräfte Ausbildungszahlen in Sachsen

ausbildungsbereitschaft-in-saechsischen-betrieben-erhoeht
Foto: Katarzyna Bialasiewicz/GettyImages/iStockphoto

In diesem Jahr wurden in Sachsen mehr Ausbildungsverträge geschlossen als 2016. Nach Informationen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) lag das Plus bei 5,4 Prozent und damit über allen anderen Bundesländern. Das entspricht einem Zuwachs von 990 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.

Dulig: "Sachsen braucht Fachkräfte"

Es haben sich sowohl das Stellenangebot (+0,5 Prozent) als auch die Bewerber-Nachfrage (+1,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht. Grund: Zum einen ist die Zahl der Schulentlassenen insgesamt von 30.147 im Jahr 2016 auf zirka 31.800 im Jahr 2017 angestiegen.

Zum anderen hat sich die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe erhöht. Auffällig ist, dass sich die Anzahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr in allen Bereichen erhöht hat. Besonders stark war der Anstieg im Öffentlichen Dienst (20 Prozent) und im Handwerk (9,4 Prozent).

"Sachsen braucht Fachkräfte und deshalb ist das eine gute Nachricht. Die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe ist gut und auch die Qualität der Ausbildung. Die Jugendlichen bleiben für ihre Lehre hier", erklärt Arbeitsminister Martin Dulig. "Wenn wir weiter innovativ und wettbewerbsfähig bleiben wollen, brauchen wir kluge Köpfe. Das Potenzial ist da, die Jugendlichen von heute sind gut gebildet und mit einer Ausbildung können sie richtig durchstarten."

Übernahmequote in Sachsen am besten

Auch die weiteren Aussichten seien gut: Mit einem Anteil von fast 75 Prozent wurden im Jahr 2016 mehr Absolventen als in den vergangenen Jahren von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Damit liegt die Übernahmequote in Sachsen über den ost- und westdeutschen Durchschnittswerten.

Dulig äußerte abschließend noch einen Wunsch: "Die Betriebe sollten mehr Anreize für leistungsstärkere Schulabsolventen bieten, aber auch schwächeren Bewerbern eine Chance auf Ausbildung geben."