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Ausgrabungen mitten in Chemnitz sollen archäologische Funde zum Vorschein bringen

Historie Zwischen Smac und Johannisplatz wird jetzt gegraben

Gestern haben die Grabungen auf dem Areal an der Bahnhofstraße, zwischen dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz Smac und dem Johannisplatz begonnen. Sie bilden nach Angaben des Landesamtes für Archäologie den Auftakt zu einer Reihe großer archäologischer Flächenuntersuchungen in Chemnitz in den kommenden Monaten und Jahren. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten soll auf dem Areal das Eins Energie-Bürohaus mit weiteren Nutzungsflächen für Einzelhandel sowie ein Hotel entstehen. Die Untersuchungsfläche der Grabungen beträgt 5.700 Quadratmeter.

Zur Weiterbehandlung nach Dresden

Das Landesamt für Archäologie Sachsen hatte hier bereits im Oktober 2017 kleine Probegrabungen vorgenommen, um einen Eindruck von der archäologischen Situation zu erhalten. Die "Schnitte" reichten bis auf eine Tiefe von etwa zwei Metern, bis der geologisch anstehende Boden angetroffen wurde. Darüber liegen spätmittelalterliche Siedelschichten aus dem 14. Jahrhundert, sodass davon auszugehen sei, dass im Bereich des Baufeldes bereits mit Befunden aus der Frühzeit der Chemnitzer Stadtentwicklung zu rechnen ist, so Pressesprecher Christoph Heiermann.

Hinzu kämen zahlreiche Befunde, wie beispielsweise Mauern und Kanäle vor allem aus der Gründerzeit. Genaueren Aufschluss sollen die nun beginnenden Flächengrabungen erbringen. Dabei sollen auf der zu bebauenden Fläche bis in die Gründungstiefe der Gebäude alle archäologischen Befunde genau eingemessen, fotografiert und beschrieben werden. Die archäologischen Funde würden dann geborgen und zur weiteren Behandlung in die Zentrale nach Dresden gebracht, so Heiermann.



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