Ausstellung für den Grafiker, der Leben rettete

Kunst Schloßbergmuseum widmet sich Werner Klemke

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Grafiken von Werner Klemke sind derzeit im Schloßbergmuseum zu sehen. Foto: Steffi Hofmann

Werner Klemke, bekannter Gebrauchsgrafiker, Buchgestalter und Illustrator in der DDR, steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Schloßbergmuseum. Präsentiert wird ein Querschnitt seines kreativen Schaffens - von Plakaten über Bücher, Karikaturen bis hin zu erotischen Miniaturen. Ebenfalls in der Ausstellung werden Ausschnitte aus dem Film "Treffpunkt Erasmus - die Kriegsjahre von Werner Klemke" von Annet Betsalel zu sehen sein.

Bekannt durch den Klemke-Kater

Große Popularität erzielte Werner Klemke mit den von ihm über drei Jahrzehnte hinweg gestalteten Titelseiten des "Magazins", in denen er immer sein Markenzeichen, den Klemke-Kater versteckte. Erfolg bescherten ihm auch seine Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, wie etwa dem "Dekameron" von Boccaccio, Thomas Manns "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" oder den "Wahrhaftigen Geschichten" von Montesquieu.

Während der Besatzungszeit nutzte er seine grafischen Fähigkeiten, um Dokumente wie Lebensmittelkarten und Ausweispapiere zu fälschen. Er ermöglichte dadurch über 300 holländischen Juden die Flucht. Die Ausstellung im Schloßbergmuseum ist bis zum 15. April dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.