Australier lösen sächsische Probleme

Investition Neue Boulderhalle zieht ins Spinnerei-Gelände um

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Tom Petzold (re.) während der Bauarbeiten in der neuen Boulderhalle. Foto: Steffi Hofmann

Es ist schon jetzt und in Zukunft wohl noch wahrscheinlicher, dass sich australische Boulderer in den dortigen Hallen an Chemnitzer Klettergriffen austoben. Denn die Firma Blocz aus dem Spinnereimaschinen-Gelände liefert bis an dieses Ende der Welt. Dabei geht es nicht nur um Griffe, sondern auch um komplette Wände für Boulderhallen, welche die mehr als 40 Blocz-Mitarbeiter in Chemnitz am Computer designen, danach zusammenbauen und anschließend per Container über die Meere verschiffen.

Neue Boulderhalle dank der Nachfrage

Bouldern, das ist vereinfacht erklärt Klettern in Absprunghöhe ohne Seil. Wer einen Klettergriff nicht mehr halten kann, der fällt auf eine Matte. Und "Probleme" nennen die Anhänger dieses Sports eben jene durch Griffe definierte Herausforderungen, die sie auf ihren kurzen Wegen überwinden müssen. Die Nachfrage nach "Chemnitzer Problemen" wächst jedenfalls. Allein von 2016 auf 2017 stieg der Umsatz von 1,2 auf 2 Millionen Euro, sagt Tom Petzold, einer der beiden Geschäftsführer. Und damit es weiter nach oben geht, vergrößert sich die Firma Blocz gerade und zieht in eine neue Halle, keine 200 Meter weiter, und investiert dafür 800.000 Euro.

800.000 Euro für die neue Halle

Tom Petzold und Mitinhaber André Zwingenberger waren es auch, die vor acht Jahren die Boulderlounge aufgebaut haben - ebenfalls eine Erfolgsgeschichte, die in zu kleinen Räumen für zu viele Boulderer endete. Deshalb zieht diese Sporthalle gerade auch um - von ihrem jetzigen Sitz an der Altchemnitzer Straße weiter hinter ins Spinnerei-Gelände, aber näher zur Uni.

Dafür haben Petzold und Zwingenberger noch einmal 800.000 Euro investiert. Gerade arbeiten Handwerker mit Hochdruck daran, dass die neue Boulderlounge, die sich in Zukunft im selben Gebäude wie die Griff-Produktion befinden wird, am 28. April öffnet. Die Halle ist um ein Vielfaches größer und wird eine moderne Lüftungsanlage bekommen, die mit Solarzellen auf dem Dach betrieben wird.