Autor leiht seiner Schau die Stimme

Hörproben Einzigartige Sammlung von Erich Loest wird mit einer Audiothek erweitert

Damit der 1926 in Mittweida geborene und aufgewachsene Autor Erich Loest der Nachwelt auch akustisch in Erinnerung bleibt, wird jetzt seine Dauerausstellung am Pfarrberg mit einer modernen Audiothek erweitert. Für die offizielle Einweihung, die am 4. November stattfindet, wird der Schriftsteller extra nach Mittweida kommen. Das teilte Museumsleiterin Sylvia Karsch auf Nachfrage mit. Die Kosten für die neue Hörstation bezifferte Karsch auf etwa 10.000 Euro, wobei 6.000 Euro die "Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" mit beisteuerte. Mittweida hatte sich dort im August vergangenen Jahres um Fördergelder beworben und erhielt Ende 2011 den Zuschlag für die neue Audiothek. "Dort können dann die Gäste per Knopfdruck verschiedene Audio-Dateien abrufen und abspielen", sagt Karsch. Dafür werden zwei Kopfhörer zur Verfügung stehen. Der größte Teil des akustischen Materials stammt von Loest selbst. "Er hatte uns dafür recht umfangreiche Hörproben auf mehreren Kassetten zugeschickt, die wir zuerst sichteten, im Anschluss nach Themengebieten ordneten und schließlich digitalisierten", erklärt die Museumschefin. Mit der Hörstation soll die Ausstellung noch erlebnisreicher werden. Eröffnet wurde sie im Mai 2011 im Geburtshaus von Loest, der dort etliche Originale aus seinem Leben der Öffentlichkeit zeigt.