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Bahngelände soll Park und Wohnungen weichen

Stadtentwicklung Anwohner diskutierten über die Umgestaltung des ehemaligen Bahngeländes in Altendorf

Mitten in Chemnitz bietet sich auf rund zehn Hektar Fläche die Möglichkeit, auf dem ehemaligen Bahngelände Altendorf Neues zu schaffen. Verschiedene Vorschläge wurden vergangene Woche in einer Bürgerwerkstatt diskutiert. Die Vorzugsvariante des Stadtplanungsamtes ist ein Mix aus Grünflächen und neuem Wohnraum. Bei fast allen Punkten gab es Anmerkungen oder Zweifel über die Umsetzung. So müssten für den Bau von neuen Wohnungen und Gewerbeflächen andere Gebäude abgerissen werden. Ein Steinmetz beschwerte sich: "Dann kann ich meinen Betrieb schließen. Einen Umzug kann ich mir nicht leisten, außerdem ist es fast unmöglich, wieder eine so passende Gewerbefläche zu finden." Fragte man die Mehrheit der Besucher, so war ein Großteil für eine Lösung, die Grünflächen und Erholungsmöglichkeiten vorsieht.

Laut einigen Anwohnern sei eine starke Bebauung außerdem bedenklich, da das Gebiet mittlerweile stark naturbelassen ist. Man habe schon geschützte Tierarten beobachten können, welche nun am Pleißenbach heimisch sind. "Untersuchungen zur Bestimmung der dort lebenden Tierarten sind bereits in die Wege geleitet", so der Leiter des Stadtplanungsamtes Chemnitz, Börries Butenop. Neben den vielen Bebauungs- und Begrünungsvarianten stellte sich im Rahmen der Bürgerwerkstatt ein weiterer Hauptschwerpunkt heraus: Mehr als 3.300 Unterschriften wurden gesammelt, um wieder eine Verbindung vom Kaßberg in das Flemminggebiet zu erhalten. Dies sei laut den Planern nicht notwendig und zu kostenintensiv. Als Alternative wurde eine Querung an der Erzbergerstraße vorgeschlagen. "Ein kleiner Umweg ist vertretbar", so die Meinung der Experten.



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