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Bald rollen Batteriezüge zwischen Leipzig und Chemnitz

Bahnverkehr Schnellere und umweltfreundliche Alternative als Ziel

Sachsen. 

Region. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) hat vergangene Woche die Weichen für die Zukunft gestellt. Ab 2023 sollen die batterieelektrischen Züge Coradia Continental von Alstom auf der Linie RE6 zwischen Chemnitz und Leipzig rollen. Insgesamt sollen dafür elf neue klimatisierte und barrierefreie Züge mit jeweils 150 Sitzplätzen für 50 Millionen Euro angeschafft werden. Das Prinzip: Die Züge verfügen über Hochleistungsbatterien auf dem Dach. Diese werden an den Bahnhöfen Chemnitz und Leipzig aufgeladen. Das erfolgt mit üblichen Stromabnehmern, die auf den Zügen installiert sind. Ladezeit: eine halbe Stunde.

Bahverbindung wird komfortabler

Sobald die Strecke Chemnitz-Leipzig ausgebaut und elektrifiziert ist, wird das Prinzip Hochleistungsbatterie überflüssig. Die Züge fahren dann mit den üblichen Stromabnehmern. Die geplante Elektrifizierung der Strecke ist auch der Grund dafür, dass sich der ZVMS für batterieelektrische Züge entschieden hat. VMS- Geschäftsführer Harald Neuhaus: "Ich bin sehr froh, dass die Verbandsversammlung die Anschaffung beschloss. Die Bahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig wird dadurch spürbar schneller, komfortabler und umweltfreundlicher." Die Fahrten erfolgen tagsüber in Doppeltraktion, das heißt: Zwei Fahrzeuge sind gekoppelt und bieten damit 300 Sitzplätze. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Das sind 20 km/h mehr als bisher.



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