Barrierefreiheit: Wie Orte zu Lieblingsplätzen werden

Förderung Freistaat unterstützt Initiativen zum Abbau von Barrieren

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Von der Förderung des Freistaates wurde in der Vergangenheit auch die "Finden"-App des Sehförderzentrums mit finanziert. Sie ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen, unter anderem durch die Vorlesefunktion, eine bessere Orientierung in der Stadt. Foto: Andreas Seidel

Jede Gaststätte nutzen, uneingeschränkt ins Kino gehen, ein Museum besuchen oder aktiv Sport in einem Verein treiben - das ist nicht für alle möglich. Viele Einrichtungen sind nach wie vor für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar oder im vollen Umfang nutzbar. Informationen für Hör- und Sehbehinderte sind nicht verständlich. Vor diesem Hintergrund hatte der Freistaat Sachsen erstmals 2014 unter dem Motto "Lieblingsplätze für alle" das Investitionsprogramm Barrierefreiheit mit einer Fördersumme von insgesamt 2,5 Millionen Euro aufgelegt.

Es soll Menschen mit Handicap den Zugang erleichtern und beispielhaft genannte Einrichtungen zu ihren Lieblingsplätzen werden lassen. Auch für 2018 stehen wieder Fördermittel zum Abbau von Barrieren - für Chemnitz 177.000 Euro - zur Verfügung. Das Programm richtet sich an Einrichtungen der Kultur-, Freizeit- und Bildungsbereiche, aber auch Gesundheitseinrichtungen. Es sollen Barrieren in Bereichen abgebaut werden können, in dem die Verantwortlichen entweder das Geld nicht haben oder sich für sie die Investition nicht rechnet.

Anspruchsberechtigt sind neben gemeinnützigen Initiativen auch Gewerbetreibende. Mit dem Programm werden bis zu hundert Prozent der Kosten gefördert, wenn das Vorhaben nicht teurer als 25.000 Euro ist. Anträge können bis zum 1. Dezember 2017 eingereicht werden. Formulare und nähere Auskünfte sind im Sozialamt, Abteilung Senioren- und Behindertenhilfe/Örtliche Betreuungsbehörde zu erfragen.