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"Baustellenwahnsinn" in Chemnitz: Wann hört es endlich auf?

Sperrung Aktuell über 30 Verkehrseinschränkungen in der Stadt

In Chemnitz wird wieder kräftig gebaut, erneuert und erweitert. Jenes sorgt für eine Menge Verkehrschaos und genervte Verkehrsteilnehmer. Wie Pilze scheint eine Baustelle nach der anderen im Chemnitzer Stadtgebiet aus dem Boden zu schießen. Deswegen gibt es immer mehr Straßenabschnitte, die gesperrt sind. Gerade zu Stoßzeiten sorgen die Umleitungen und Beschränkungen für lange Staus, insbesondere an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Doch nicht nur Auto- und Motorradfahrer sind betroffen. Auch Fußgänger- und Radwege sind teilweise beschränkt.

Stadtteile Zentrum und Bernsdorf sind noch immer stark betroffen

Aktuell befinden sich allein in Chemnitz rund 35 Baustellen, einige davon werden bis Ende des nächsten Jahres erhalten bleiben. Allein auf der vielbefahrenen Annaberger Straße sind aktuell drei Baustellen bis Ende 2022 geplant. Grund ist die Verlegung von Trinkwasserleitungen. Eine Baustelle davon ist die Brückenbaustelle Klaffenbacher Straße/ Annaberger Straße. Hier besteht derzeit eine Vollsperrung, welche durch eine Umleitung landwärts über die Klaffenbacher Hauptstraße umfahren werden kann. Stadtwärts kann sie über die Annaberger Straße und den Südring umfahren werden.

Seit einem Jahr quält die Bernsdorfer jetzt schon der Bau der Bahnbrücke, weshalb es regelmäßig zu Sperrungen und Umleitungen der Bernsdorfer Straße, Zschopauer Straße und Reichenhainer Straße kommt. Aktuell ist nur die Bernsdorfer Straße stadtauswärts betroffen. Unweit davon ist die Reichsstraße zwischen der Zwickauer Straße und der Stollberger Straße einseitig eingeschränkt, ebenfalls wegen Baumaßnahmen der Bahnbrücke.

Umgestaltung des Knotenpunktes Zschopauer Straße in Bauphase 2

Im Zentrum ist derzeit auch einiges los. Besonders einschränkend sind die beiden Baustellen auf der Straße der Nationen. An der Kreuzung Müllerstraße/August-Bebel-Straße besteht hier eine Vollsperrung. Maßnahmen wie Sanierungen der Abwasser-, Fernwärme-, Gas- und Trinkwasserleitungen werden hier ergriffen. Die Baustelle wird bis Ende November bestehen. Auch die Limbacher Straße, zwischen der Brücke über der Autobahn und der Kreisigstraße ist von einer halbseitigen Fahrbahnsperrung bis Anfang Dezember betroffen.

Die Bahnhofstraße ist ebenfalls von Umleitung zwischen der ehemaligen Zufahrt Johannisparkplatz und der Reitbahnstraße betroffen. Hier wird die zweite Bauphase für die Umgestaltung des Knotenpunkts Zschopauer Straße gebaut. Die Gesamtbaumaßnahme an dieser Stelle dauert noch planmäßig bis September 2022. Auch die Moritzstraße ist zwischen Reitbahnstraße und Zschopauer Straße halbseitig wegen Straßenbaus gesperrt.

Goetheplatz ab 1. November voll gesperrt

Lange erhalten bleibt uns die Baustelle an der Erfenschlager Straße zwischen Am Steinberg und Dr.-Karl-Wolff-Straße. Auch hier besteht eine Sperrung der Fahrbahn, allerdings nur halbseitig. Der Verkehrspunkt wird momentan über Ampeln geregelt. Grund der Baumaßnahmen sind Abriss und Neubau von Gebäuden. Voraussichtlich wird diese Baustelle bis August des nächsten Jahres die Autofahrer erzürnen.

Als neue Baustelle gab die Stadt Chemnitz am heutigen Freitag die Vollsperrung Goetheplatz zwischen Herderstraße und Goethestraße ab 1. November bekannt. Die Gleisüberfahrt wird instandgesetzt. Die Neefestraße ist noch bis Sonntag einspurig zwischen dem Südring und dem Neefepark. Hier kann es zu Stau kommen.

Die meisten Baustellen bleiben bis Ende 2022

Auch der Sonnenberg bleibt von Baumaßnahmen nicht verschont. So wird die Zietenstraße zwischen Humboldtstraße und Beethovenstraße bis Mitte Dezember vollgesperrt bleiben. Eine Umleitung führt über die Fürstenstraße - Hainstraße - Palmstraße. Grund für die Vollsperrung ist die Verlegung von Fernwärme.

Bis Ende 2022 müssen die Chemnitzer weiter durchhalten, wobei bis dahin wahrscheinlich wieder etliche neue Baustellen dazukommen dürften. Die Kulturhauptstadt 2025 könnte also auch den Beinamen "Baustellenstadt" bekommen. Verdient hätte sie es, wenn man bedenkt, wie viel in den letzten Jahren gebaut wurde. Aber Bewegung heißt ja auch bekanntlich Fortschritt. Wir bleiben für euch dran! BLICK wünscht dennoch eine gute und vor allem sichere Fahrt!

 
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