Bautzens "Schwarzen Gott" erleben

Wanderungen zum sagenumwobenen Berg

Bautzen ist die "Stadt der Türme" und immer für eine Überraschung gut. So steht das höchste Bauwerk nicht innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, sondern neun Kilometer weiter südlich im Bautzener Stadtwald, auf dem 561 Meter hohen, sagenumwobenen Berg Czorneboh im Oberlausitzer Bergland. Der slawische Name bedeutet übersetzt "Schwarzer Gott". Im Jahr 1851 öffnete dort der erste steinerne Aussichtsturm der Oberlausitz seine Pforten.

Zahlreiche Sagen ranken sich um den ostsächsischen Berg Czorneboh. Ihnen kann man auf einer Winterwanderung von Bautzen bis zur urigen Bergbaude auf dem Berg nachgehen. Unterwegs finden sich geheimnisvolle Vertiefungen im Granitstein, die als "Teufelsbecken" gelten, und aus einem "Teufelsfenster" sollen bis heute kleine Kobolde huschen - wenn sie nicht gerade unermessliche Schätze in einer Höhle bewachen. Besonders schön ist die etwa neun Kilometer lange Route von Bautzens Sternwarte über Soculahora, Jessnitz, Mehlteuer, Pielitz und den nördlichen Kammweg bis zum Döhlener Berg. Weiter geht es auf dem "Wanderweg der Deutschen Einheit" zum Czorneboh-Gipfel mit der Felsklippe "Teufelstisch".

Wer nicht so lange wandern mag, kann direkt bis zum Parkplatz nördlich des Döhlener Bergs oder direkt bis zum historischen Berggasthof hinauffahren. Dann hat man auf jeden Fall noch genug Kraft, um die 90 Treppenstufen im Aussichtsturm hinaufzusteigen. Mehr unter www.tourismus-bautzen.de