Beate Zschäpe in JVA Chemnitz verlegt

Justiz Verlegung von München nach Chemnitz

Chemnitz/München. 

Chemnitz/München. Beate Zschäpe wurde am Montag von der Justizvollzugsanstalt München nach Chemnitz verlegt. Die JVA Chemnitz teilte mit, der Transport und die Aufnahme seien reibungslos verlaufen. Die 44-Jährige war im Juli 2018 als Mittäterin der Ermordung von zehn Menschen, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und schwerer Brandstiftung vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zschäpes Anwälte haben Revision angekündigt.

Ihre Verlegung wurde bereits im Dezember bekanntgegeben. Ermittlungen der Bundesanwaltschaft ergaben, dass in Chemnitz das Netzwerk der NSU-Kontakte und -Unterstützer bundesweit am dichtesten war. Nachdem Zschäpe mit ihren Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos 1998 abtauchte, hatten sich die Drei in Chemnitz auf fast 30 inzwischen bekannte Kameraden verlassen und konnten sich trotz Fahndung frei in der Stadt bewegen, wie die Freie Presse mitteilt.

2012 stellte Zschäpe bereits einen Antrag auf Verlegung nach Chemnitz, der jedoch abgelehnt wurde, da die Gefahr bestünde, Zschäpe könnte über Mithäftlinge Kontakt zu bisher unbekannten NSU-Sympathisanten außerhalb der JVA aufnehmen, so die Bundesanwaltschaft.