Beharrlichkeit, eine Stärke der Chemnitzer

Rückblick Was sie in der jüngsten Vergangenheit erreicht haben

Kaum zu glauben: Noch vor vier Jahren war die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz-Leipzig im Bundesverkehrswegeplan nicht vorgesehen. Heute wissen wir: In Zukunft wird es zwischen den beiden Städten wieder Fernverkehrszüge geben - auch wenn wir auf die Umsetzung noch ein paar Jahre warten müssen. Der Ausbau ist nämlich frühestens ab 2025 vorgesehen. Den Anstoß zur Anbindung gaben einmal mehr die Chemnitzer - Akteure aus der Bevölkerung, aus der Wirtschaft und Industrie, die sich regelmäßig für eine lebenswerte Stadt stark machen. Viele BLICK-Seiten haben wir in der Vergangenheit mit Bürgerbegehren gefüllt, die dank der Beharrlichkeit der Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger schlussendlich in handfeste Ergebnisse mündeten.

Wir denken da zum Beispiel auch an das Chemnitztalviadukt. Einen Abriss wollten viele Chemnitzer einfach nicht hinnehmen und forderten den Erhalt des altehrwürdigen Bauwerks. Nach vielen kräftezehrenden Protesten und Diskussionen gab das Eisenbahnbundesamt Mitte 2018 bekannt, dass die Deutsche Bahn beauftragt wird, das bedeutende Industriedenkmal zu erhalten. "Damit bleibt das einzigartige Zeugnis der Industriegeschichte erhalten und wird so modernisiert, dass auch künftig seine Funktion erhalten bleibt. Das ist eine kluge Entscheidung und ein guter Tag für Chemnitz!", freute sich damals Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Das Beispiel zeigt, was bürgerschaftliches Engagement Chemnitz alles erreichen kann. Die ersten Vorbereitungen am sogenannten Chemnitzer Bahnbogen, zu dem auch das Chemnitztalviadukt gehört, sind bereits in vollem Gange. Derzeit wird die Brücke Zschopauer Straße erneuert. Die Fertigstellung des 1. Bauabschnittes am Bahnbogen ist für das Jahr 2021 geplant. Die Bauzeit am Viadukt ist von 2022 bis 2025 vorgesehen.